Dienstag, 8. August 2017

A thing of beauty

... is a joy forever.

... fängt's an — und geht weiter:

Its loveliness increases; it will never
Pass into nothingness ...

John Keats. Ganz berühmter Gedichtsbeginn! Den mann so ca. mit »Ein hübsches Ding macht immer Spaß« übersetzen kann ;-) ...


Hatte Keats nicht recht?

Eine Erinnerung an frühe Zeiten — damals, vor 30 Jahren, als ich noch einen Chef hatte ... Austin, einer seiner Schulfreunde, war in der Kanzlei. Smalltalk, Geblödel. Auf dem hypercoolen Tecno-Schreibtisch meines damaligen Chefs so eine Plastikkugel, in der es auf ein Bauernhaus schneit, wenn man sie schüttelt. Geschenk seiner damaligen Freundin, ebenso bildhübsch (mit rattenscharfer Figur!) wie unvorstellbar doof. Blondine wie aus dem Witzblatt.

Austin, kultivierter Austro-Amerikaner und Literaturkenner, nimmt mit leichtem Amusement die Plastikkugel, während mein Chef leicht verlegen murmelt: »Geschenk von meiner Freundin, na du kennst sie ja ...«. Austin rezitiert in lupenreinem Shakespeare-Theater-Bühnenton: »A thing of beauty is a joy forever« (siehe oben). Und setzte »Milton« erklärend hinzu. Ein Irrtum (auf den ich ihn aufmerksam machte — kleiner Besserwisser, der ich damals war) ...

Ein bissel erinnert mich das obige Mädel an die damalige Freundin meines Chefs. As time goes by ...


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Tolle Bilder und das jeden Tag ganz frisch und edel.Das hat was ,das hat Qualität,das sieht man.Hier versteht einer was davon.Weiter so.Hier lohnt es sich alleine schon wegen der Frauen vorbeizuschauen.Lesen rückt ja hier fast schon in den Hintergrund :-)

Le Penseur hat gesagt…

Lesen rückt ja hier fast schon in den Hintergrund :-)

Nur für den, der des Lesens nicht kundig ist ...

Otto hat gesagt…

Höre gerade eine Sendung IQ vom BR, schon älter.
Dort wird behauptet, Frauen wirken besonders attraktiv, wenn die Kamera die linke Gesichtshälfte aufnimmt, aber Frauen wirken intelligenter, wenn die rechte Gesichtshälfte zu sehen ist.
Hier macht der Fotograph aus der Not eine Tugend, indem er über hell/dunkel die linke Gesichtshälfte hervor hebt, die rechte Gesichtshälfte aber "chefmäßig" dunkel gestaltet.
Außerdem ist das linke Auge kleiner. (Was sagt uns das jetzt wieder ?)

Dank und Gruß aus dem Bayerischen Wald