Freitag, 26. Mai 2017

Die Maas-Bibel

von Fragolin

Der große eloquente Denker, geschliffene Redner und Kämpfer für die Freiheit, the sexiest justizministerdarstellendes Sakkomodel alive und lebende Fielmannwerbung auf kurzen Beinen, Heiko Maas, hat ein Buch geschrieben. Und in diesem Buch kann es nur um Eines gehen: den aufrechten, mutigen und entschlossenen Kampf gegen die rechte Brut, die unser schönes buntes Leben permanent miesmacht und kleinredet.
Na gut, Maas kann man jetzt nicht mehr kleinreden. Äh. Ich will ja nicht, also ehrlich, aber es ist nunmal ein Aufgelegter: Der Titel „Aufstehen statt wegducken“ hat nicht nur eine auffallend nach FPÖ-Wahlplakat klingende Dreiwortigkeit, sondern vermittelt auch das seltsame Bild eines kleinen Mannes, der selbst wenn er aufsteht gerade mal dort ist, wo die anderen sind, wenn sie sich wegducken. Ohne jetzt in Großismus abweichen zu wollen, oder wie das im internen Jargon des Zensurministeriums jetzt heißen mag.

Jeder kann das Buch kaufen. Bei „amazon“ zum Beispiel. Jeder kann. Doch kaum einer tut es.
Aber die es tun, bewerten es... nun ja, sagen wir mal, nicht gerade von Sympathie getragen. Sogar „amazon“ musste Bewertungsregeln einziehen, die es ausschließlich Leuten, die das Buch bei ihnen gekauft haben, auch ermöglicht, es zu bewerten und zu kommentieren, sonst wäre der Kommentarbereich geplatzt.
Durchschnittlicher Sternestand: EINS.
Und das nicht wegen der Anerkennung der Kritiker, dass der kleine Heiko so lange durchgehalten und so ein schweres Buch geschrieben hat, nein, das ist einfach der Tatsache geschuldet, dass man bei „amazon“ keine NULL Sterne vergeben kann. Unter eins geht net.

Viele Sterne hat aber ein Rezensent kassiert, den ich hier gerne zitieren möchte, weil er in wenigen Sätzen mehr Literatur untergebracht hat als der Bonsai-Mielke je (v)erfassen kann. Er gibt dem Buch 5 Sterne (Heiko Maas, er lebe hoch! Hoch! Hoch!) und meint das dann doch nicht ernst (Oooch...):

Heiko Maas ist Liebe. Heiko Maas ist Leben.

Ich durfte das neue Buch bei einer Veranstaltung im brutalistischen Gebäude des Ministeriums für Wahrheit und Gedanken in den Händen halten.

Kaum hatte ich auf einem der etwas zu harten Stühle platz genommen, wurde es dunkel im spärlich besetzten Raum, die Türen flogen auf und im Lichte des Scheinwerfers trat herein – die Fäuste wie ein Boxer zum Himmel gereckt – Heiko Maas. Jubel-Jusos schrieen sich die Lungen aus dem Leib und klatschten, bis das Blut auf den Teppichboden tropfte. Aus den Lautsprechern dröhnte Kanye Wests „I am a God“, dann, auf Anweisung des Ministers, gleich noch einmal. Schließlich, nachdem er etwa zehn Minuten mit der eingehenden Beobachtung seines Publikums verbracht hatte, setzte sich Heiko Maas hinter den mit Mikrofonen bepflanzten Resopaltisch, griff sich ein paar seiner Bücher und schob sie sich unter den Hintern, damit er wenigstens die Ellenbogen auf dem Tisch aufstützen konnte. Stille. Auf Plakaten hatte das Photoshopteam des Ministeriums Heikos Buch in die Hände treuer Maoisten gesetzt. Auf einem hielt Charlton Heston als Moses statt der zehn Gebote gleich zwei Ausgaben des noch eingeschweißten Werks in den Händen.

Eine Frau drei Reihen hinter mir hustete und wurde sofort vom Sicherheitsdienst wegen Störung des Friedens aus dem Raum getragen. Heiko Maas klopfte gegen das Mikro, lächelte und hauchte ein „Die AfD.“ hinein, und ich holte mein Handy aus der Hosentasche, um meinen Rekord bei Temple Run 2 zu brechen. Es ging über Baumstämme und über Wasserfälle, durch den tiefsten Dschungel und hinein in dunkelsten Katakomben verlassener Ruinen. Plötzlich klatschte es Beifall, ich klatschte mit. Heiko Maas war glücklich.

„Dieses Buch reiht sich ganz wunderbar in Ihre Erfolgsserie mit ein.“, hechelte ein Parteifreund, der neben Heiko Maas auf die Knie gegangen war und sich von ihm das bunte Haar tätscheln ließ. Zwischenzeitlich hatte sich auch Sigmar Gabriel eingefunden, der nebenan auch sein neues Buch der Weltgemeinschaft präsentierte. Freundschaftlich debattierten Heiko Maas und er darüber, wo sie nun essen gehen würde. „Um diesen weiteren Erfolg zu feiern“, sagte Maas, „würde ich echt gerne ein Happy Meal bei McDonalds essen, das wäre schön.“ Aber Gabriel schüttelte mit dem Kopf, zeigte auf seinen Bauch und sagte „Sorry.“ Aus Richtung des Kanzleramts hörte man das polternde Gelächter Peter Altmaiers, der gerade herzhaft in eine Handvoll besenfter Frankfurter biss.

Die Veranstaltung war vorbei. Heiko Maas holte mit seinen kurzen Beinen Schwung und sprang vom Stuhl. Bevor er durch die für ihn geöffneten Türen schritt drehte er sich noch einmal um, sah mit seinen schimmernden kleinen Augen in die meinen, warf mir sein gewinnendes Colgate-Lächeln zu und eine signierte Ausgabe seines Opus Magnum gleich hinterher. Schwer wog es in meinen Händen. Bei gerade mal 256 Seiten müssen der Buchdeckel und das Papier eben mehr als der Inhalt ins Gewicht fallen.

Wenn ich nicht schlafen kann, ist mir Heikos Buch ein weiches Kissen.

Danke für alles.“

Ein anderer 5-Sterne-Schenker fasst es kürzer:

Heiko Maas erklärt auf 256 gut verständlich und witzig geschriebenen Seiten, wie man eine Diktatur errichtet. Dabei schafft er es, auch weniger belesenen Anhängern die zentralen Punkte geradezu spielerisch nahezubringen. Das geht leider nicht ohne ständige Wiederholung derselben Aussage ab (auf 256 Seiten), aber so funktioniert das nun mal. Man sollte den Nutzen solcher Bücher aber nicht unterschätzen, denn sie geben einen guten Einblick darin, welche Strategien verfolgt und wie sie implementiert werden.“

Nachdem es nur drei Leute gab, die 5 Sterne verteilt haben, sei erwähnt, dass der Dritte das auch sarkastisch gemeint hatte:

Ich bin auch Saarländer, deswegen geb ich dem Ingo 5 Punkte! Gelesen hab ich das Buch aber nicht, weil ich interessiere mich mehr für Literatur.“

Und als Letzten den einzigen 4-Sterne-Verteiler:

Demokratie ist gefährlich.

Demokratie und freie Rede führten bei den Reichstagswahlen zu einer Mehrheit der NSDAP Fraktion. Sehr gut dass einer darauf achtet, dass die freie Rede und Wahlen so etwas nicht wieder anrichten.
Der Schutz der Demokratie erfordert unter Beachtung dieser historisch belegten Gefahren also auch ihre Abschaffung. Das wurde im vorliegenden Werk verständlicherweise noch nicht ausgesprochen, daher nur vier Sterne.“

Der Unterschied zwischen dem Buch und den Rezensionen dürfte sein, dass Letztere von einfachen Leuten verfasst wurden, die keinen Cent dafür bekommen, und trotzdem mehr Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung enthalten als alles, was offenbar unterforderte Minister in ihrer sonst mit Langeweile gepflasterten üppigen Freizeit auf Steuerzahlerkosten so zusammenpinseln können. Vor Allem, wenn sie so eloquente Rhetorikgenies sind wie der kleine Heiko.

Auf die etwa neunzig Ein-Stern-Rezensenten gehe ich gar nicht erst ein. Das würde den Rahmen sprengen. Außerdem ist der kleine Heiko sicher ganz doll davon überzeugt, dass die vielen negativen Bewertungen nur eine weitere Provokation der Nazis darstellen. Warum sich so viele von diesen unterbelichteten Dumpfbacken ausgerechnet im Internet-Buchhandel tummeln während kein einziger seiner angeblich Millionen begeistert anhängenden Bildungsbürger es schafft, sich dorthin zu verirren und ihm zuzujubeln, bleibt ein Rätsel, wird ihn aber zu weiteren Höhenflügen im Kampf gegen Rechts ermutigen. Das Verbot negativer Rezensionen seines Buches unter Androhung von Milliardenklagen gegen „amazon“ wären ein Anfang. Und wenn es sich erst etabliert hat, das Buch auch bei Hochzeiten zu verschenken, braucht auch keiner mehr diesen blöden online-Handel.

Eine Rezension findet man dann noch auf „junge freiheit“; da haben sich wohl wirklich Leute den ganzen Text angetan um dem subtilen Humor und literarischen Feinschliff des Autors nachzuforschen. Vergeblich, aber lesenswert.
Hut ab!
Ich hoffe, das Essen schmeckt inzwischen wieder.

Eine überlegenswerte Begründung

... für den Terroranschlag in Manchester liefert

JAMES HARKIN: How Ariana Grande and her revealing stage outfits are a symbol of everything Islamists hate


Singer Ariana Grande performs onstage in a revealing outfit 
Singer Ariana Grande performs onstage in a revealing outfit

Now that it seems likely the atrocity in Manchester was carried out by a freelance 'soldier' allied to Islamic State, there's good reason to think neither the venue nor the performer were chosen at random.
Why would anyone target a concert by the American singer Ariana Grande? The grim answer may lie in the fact that with her revealing stage outfits, her stockings, pink bunny ears and unabashed sexual confidence, 23-year-old Miss Grande is a symbol of everything Islamists hate.
Klingt plausibel. Und enttarnt die ach-so-glaubensstarken & todesmutigen IS-Terroristen als das, was sie in Wahrheit sind: 


Verklemmte Musel-Wichser!


So einer ist zwar Manns (?) genug, eine 10-jährigen Buben im Umkleideraum eines Schwimmbades anzufallen und in den Arsch zu poppen, oder eine Studentin nach ihrer Vergewaltigung im nächsten Bach zu ertränken, aber wenn ihnen eine kesse Pop-Göre im sexy Outfit gegenübersteht, können sie ihren Flattermann, das Mädel wegen plötzlicher erektiler Dysfunktion vielleicht nicht nageln zu können, offenbar nur durch eine Nagelbombe kompensieren, mit der sie sich dann zu den ihnen angeblich verheißenen 72 Jungfrauen detonieren ...

Irgendwie ist es zum schieflachen: da sprengen sich Leute in die Luft, weil sie zu verklemmt sind, ein selbstbewußtes Mädel anzusprechen, und weil sie die panische Angst haben,  sie könnte (da sexuell schon erfahren) ihnen ihre völlige Unbedarftheit im Bett anmerken und damit ihre "Mannesehre" beeinträchtigen, und hoffen dafür auf 72 Jungfrauen, "deren Jungfräulichkeit sich täglich erneuert", die sie dann als Potenzprotze der Extraklasse tagtäglich bis in alle Ewigkeit deflorieren können. Irgendwie fragt man sich schon, ob man nicht ein Volltrottel sein muß, um solch einer Religion anzuhängen. Oder, bessergesagt: diese Frage zu stellen, heißt, sie zu beantworten ...

Nun, was tun? Mit fanatisierten Idioten ist bekanntlich schwer reden ... trotzdem: versuchen wir's mit einem offenen Brief!


Liebe Museln von IS & Co.!


Ihr seid eigentlich nichts anderes als arme, kleine Würstchen. Und wenn ihr nicht Bomben hochjagen würdet, wäret ihr nur Gegenstand unseres kopfschüttelnden Bedauerns. Eure Kindheit wurde durch ein steinzeitliches Beschneidungsritual traumatisch abgeschnitten, und danach mußtet ihr euch als "Männer" (die ihr damals natürlich längst nicht gewesen seid!) fühlen und benehmen. Gleichzeitig wurdet ihr ab dann von Sexualtabus kirre gemacht, von euren Mütten zu Machos (v)erzogen und von fanatischen Imamen mit dem ganzen Schrott eurer als Religion getarnten totalitären Polit-Ideologie "Islam" vollgestopft. 

Kein Wunder, wenn aus so einer Erziehung dann charakterliche Krüppel herauskommen, die ihre innere Frustration und Unsicherheit durch martiales Sprücheklopfen und aggressives Auftrumpfen wettmachen wollen.

Nur: es wird nichts bringen! Weder werden euch für euren Selbstmord 72 Jungfrauen erwarten, denn die sind bloß eine der vielen Fehlübersetzungen und Mißdeutungen in eurer "Heiligen Schrift" (gegen die Hitlers Kampf ja noch eine Erbauungsschrift genannt werden kann), und sind im aramäischen Originaltext (jawohl! Euer "Heiliger Koran" ist auch bloß abgeschrieben von älteren Werken ... das gibt's halt bei sprituellen Schriften, und gar nicht selten!) bloß saftig-schimmernde Weintrauben. Und dafür jagt ihr euch in die Luft? Ganz schön  blöd, würde ich sagen ...

Glaubt ihr ernstlich, irgendein Mensch mit Hirn und Charakter würde eure primitive Steinzeitreligion ernstnehmen, geschweige denn: annehmen? Mal davon abgesehen, daß eure Religion nur parasitär überleben kann: denn sie befähigt euch nicht, irgendwas eigenständig zu schaffen. Und das Problem beim Ausplündern ist: irgendwann ist der letzte Esel gestohlen, das letzte Hemd geraubt; und was dann? Das ist ein Problem, das ihr übrigens mit den Sozen gemein habt; vielleicht verstehen sie sich  deshalb mit euch so gut.

Nehmt zur Kenntnis: wir nehmen euch nicht ernst. Eure Bomben vielleicht, aber euch selbst und eure bekloppten Ansichten sicher nicht! Ihr seid ja sogar zu doof, eure eigene Religion mit Verstand zu durchforschen. Sonst hätte es doch schon längst irgendwas wie "Aufklärung" bei euch geben müssen. Gab's aber nicht! Mit anderen Worten: ihr betet bloß hirnlos das nach, was eure Vorbeter euch aus alten Büchern vorbeten. Kreativität? Fehlanzeige! Wie wollt ihr in der hochtechnisierten Welt von heute eigentlich bestehen?

Ach, das wollt ihr ja nicht?! Na, dann denkt mal drüber nach, wer euch in Zukunft die Smartphones baut und das Internet wartet, damit ihr eure Mordbotschaften auf Youtube hochladen könnt ...

Sorry, ihr Nulpen! Ihr habt bereits verloren, bevor ihr noch richtig angefangen habt zu siegen! Dagegen waren Hitlers Illusionen, einen Weltkrieg gewinnen zu können, noch von gesundem Hausverstand getragen zu nennen. Liebe Leutchen, versucht einfach normal zu werden. Oder ihr werdet enden wie der GröFAZ. 

Und, nochmals: die 72 Jungfrauen könnt ihr euch definitiv abschminken! Mal ganz davon abgesehen: täglich 72-mal deflorieren ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Da gibt's lustigere Sachen im Bett, kann ich euch versichern! Schaut euch lieber ein paar Photos von Ariana Grande an ... das entspannt: denn das Wichsen werdet ihr ja noch zusammenbringen (wenigstens kann man das von eurer Spitzenposition im weltweiten Pornokonsum schließen) ...








So ... und jetzt vergleicht das mal mit euren in Stoffkäfigen vermummten Frauen, die unterwürfig drei Schritte hinter euch einherhuschen müssen: ist das wirklich so toll? Seid ihr wirklich damit zufrieden, derartig unsichere Klemmis zu bleiben, die bei einer Ariana Grande den Schlottermann kriegen?



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P.S.: die Musik der Kleinen ist natürlich Schrott ... aber immer noch weniger Ohrenfolter als die Rufe eurer Muezzins. Ihr könntet euch natürlich zu den Photos auch Mozart anhören, nur so als Anregung.




Frauenquote

von Fragolin

Sie ist in aller Munde, Pflichtübung aller Politiker und -rinnen, die dem Zug der Zeit nicht abgehängt nachtrotten wollen wie diese traurigen Gestalten von erfolglosen alten weißen Männern (also Frauke Petry, Beatrix von Storch oder Alice Weidel), die sich damit nicht anfreunden können: die Frauenquote.

Dabei übersehen die Quotenmariechen in ihren kunterbunten Tanzkleidchen und rosaroten Pussymützchen einen wesentlichen Aspekt ihrer selbstgefühlt fortschrittlichen Agenda: Sie betreiben aufs Übelste Sexismus und hängen dem Biologismus an, ausgerechnet dieser typisch männlichen Form der brutalen Unterdrückung der Frau durch die Verwendung von teuflischen Dingen wie Wissenschaft und Fakten.
Das männliche Prinzip: Der Himmel ist blau. Gefällt mir vielleicht nicht, ist aber so. Kann man nachprüfen, mit einer RAL-Karte. Fakt eben. Wenn ich einen grünen Himmel sehen will, erfinde ich eben eine Brille, durch die man einen grünen Himmel sehen kann, wenn er blau ist. Dann sieht er grün aus. Ist aber blau. Ist nunmal so.
Das weibliche Prinzip: Alle behaupten, dass der Himmel blau ist, aber ich mag kein Blau, es fühlt sich nicht gut an, grün fühlt sich viel besser an, also sehe ich einen grünen Himmel, weil ich einen grünen Himmel sehen will, weil das Grün ein Ergebnis meines Denkens und Wünschens ist, direkt aus meiner spirituellen Mitte, und wenn der blöde Dreibeiner jetzt wieder davon anfängt, dass das trotzdem Blau ist, dann breche ich erst in Tränen aus und ihm dann mit meinem Stöckelschuh den Hintern!

"Mann" und "Frau" sind doch reine Kunstbegriffe zur gesellschaftlich anerkannten Fixierung in einheitlichen Denkschemata, die noch dazu auf das Vorhandensein eines Körperorgans reduziert sind, und spiegeln in keiner Weise die gedanklich-geschlechtliche Vielfalt der bunten Menschheit wider! Wer eine "Frauenquote" fordert, also einen Rechtsanspruch, der sich aus körperlichen Merkmalen ableitet, betoniert doch das alte verzopfte Kastendenken des Patriarchats anstatt sich der neuen bunten Denkwelt zu öffnen. Jeder kann alles sein, was und wann immer er/sie/es möchte. Ein Geschlecht ist gar nicht feststellbar, denn die Änderung der Meinung eines Menschen ist keiner Geschwindigkeitsbeschränkung unterworfen. Gerade das müssten doch Frauen verstehen. Wenn es sie denn gäbe.

Aber es gibt sie ja nicht in real, sondern nur als Konstrukt des Patriarchats! Wer also eine Frauenquote fordert, zementiert damit die Denkkonstrukte des unterdrückerischen Patriarchats, anstatt sich, wie irrtümlich angenommen, gerade daraus zu befreien! Nur wer versteht, dass jedes Mensch alles sein kann und das zu jeder Zeit, lässt alle geschlechtlichen Schranken fallen. Nur in einem solchen System ist das Mensch vollkommen gleichberechtigt.

Also bitte, wenn eine Quote, dann die: es müssen 100% Menschen im Parteivorstand, im Parlament, in der Regierung sitzen!
Obwohl ja auch das schon wieder rassistisch wäre.
Die armen Esel...

Heute vor zwanzig Jahren

... starb am 26. Mai 1997 zu Dresden der Naturwissenschaftler Manfred Baron von Ardenne. Ein "roter Baron", das "einzige Genie in der DDR" ... der mehr (und weniger) schmeichelhaften Charakterisierungen sind viele, die seinen unaufhaltsamen Weg bis über das Ende der DDR hinaus begleiten. eine MDR-Dokumentation möge einen kleinen Rückblick geben auf ein bewegtes Leben. Ein Leben, das vieles und auf vielen Fachgebieten bewegt hat:




Abgesehen von einigen, den Paradigmen der Nachkriegsgeschichtserzählung geschuldeten Kotaus wird das Leben und Schaffen des vielseitigen Wissenschaftlers recht gut zusammengefaßt. Wer Ardennes Leben aus dessen eigener Sicht geschildert bekommen will, ist mit seinen recht flüssig und amüsant geschriebenen "Erinnerungen" (1997, ISBN 3-7700-1088-4) gut bedient.

Doch auch ein auf den ersten Blick so "rundum erfolgsverwöhntes" Leben hatte freilich seine Schattenseiten. Und die lagen wohl weniger in den Beschränkungen an politischer Freiheit in der DDR, die dem passionierten Forscher, der in seiner Arbeit aufging, wohl weniger am Herzen lag, solange er mit gezollter Anerkennung und wirtschaftlich erfolgreich forschen und entwickeln durfte, sondern im faktischen Scheitern seines letzten großen Forschungsthemas: der Medizin, insbesondere der Entwicklung einer neuen und kostengünstigen (!) Krebstherapie. Hier waren Skepsis gegenüber dem "Quereinsteiger", eingefahrene Denkstrukturen einfach zu stark, als daß sie selbst ein so umtriebiger Forscher wie Manfred von Ardenne hätte überwinden können.

Ein in manchem vorsichtig formulierender, doch insgesamt durchaus "freundlicher" Artikel im Ärzteblatt bietet einen guten Einstieg in dieses Thema einer alternativen Krebsbehandlung. Ein überzeugendes Beispiel für die ebenfalls von ihm entwickelte "Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie" zur allgemeinen Leistungssteigerung bot er selbst, der bis weit in seine Achtziger hinein als begeisterter Tennisspieler Agilität und Sportlichkeit unter Beweis stellte.

Manfred von Ardenne begründete seinen für westliche Kollegen bizarr erscheinenden Entschluß, nicht in den Westen zu flüchten, sondern bis zur Wende im Ostblock zu wirken, mit einem Rat, den ihm der Onkel seiner Frau, der deutsche Dichter Werner Bergengruen, gegeben habe: gute Leute könne man überall brauchen und könnten sich in jedem System nützlich machen. Er mag mit der Entscheidung indirekt auf seinen Nobelpreis verzichtet haben (der Forschern aus dem Ostblock zwar nicht prinzipiell, aber doch faktisch verwehrt blieb): daß er mit seinen Forschungen seiner näheren Heimat, also der DDR, und auch ihrer Bevölkerung gedient hat, das wird man ihm nicht absprechen können.




BILD dir deine Anteilnahme

Nachdem erst unlängst ein eifriger Kommentarposter dem Blogautor LePenseur ganz schlimme Pietätlosigkeit vorgeworfen hat (es ging um den schon einige Zeit zurückliegenden Fall der von einem illegal eingereisten Flüchtilanten ermordeten Studentin aus Freiburg), wollte sich LePenseur bei der Betrachtung aktueller Berichte auf dem stets lesenswerten Nachrichten- & Satireblog PPQ rekreieren. Und fand das:


Nicht 99 Luftballons wie bei Nena, sondern dreihundert. Rosa Luftballons. Als Zeichen der Trauer ... und in LePenseurs Gedanken formte sich ein Satz, ein einziger. Mehr ist dafür nicht nötig, nicht einmal angebracht:


Was für heuchlerisch-geschmacklose Arschgeigen!



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P.S.: auch dieser PPQ-Artikel verdient, gelesen zu werden. Die Tragik daran ist: diejenigen, die ihn am dringendsten lesen sollten, werden ihn nicht lesen. Und falls irrtümlich doch, nicht verstehen ...

Das Einzelfall-Märchen

von Fragolin

Immer wieder, wenn ein fundamentalreligiös hirngewaschener Radikalmuslim glaubt, die Worte seines Propheten zu erfüllen und seinem Götzen ein großartiges Geschenk zu machen, wenn er mit Machete, Axt, LKW oder Sprengstoffrucksack möglichst viele Ungläubige niedermäht, wird bei uns das Märchen vom geistig verwirrten Einzeltäter erzählt, der blitzradikalisiert aus der Masse der Muslime auftaucht wie ein böser Djinn aus einer zu stark gerubbelten Lampe. Niemand in seiner Umgebung konnte ahnen und erkennen, dass sich dort jemand dem heiligen Krieg gegen die Ungläubigen und Kreuzfahrer verschrieben hat und als Märtyrer an die Seite seines Götzen fahren möchte. Ganz besonders nicht seine Glaubensgeschwister, die in der gleichen Moschee die gleichen hetzenden Predigten ihrer gleichen Religionsführer verfolgt haben, in denen genau jener Kampf und jenes Märtyrertum bejubelt werden. Oder seine Familie, in deren streng religiösem Umfeld er aufwuchs. Gegen die darf man schon gar keinen Generalverdacht haben.

Und so gedeiht bei uns das Einzelfall-Märchen.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Bei den ersten Zeilen wollte man schon glauben

... daß sogar Helmut Brandstätter, KURIER-Chefredakteur und einer der penetrantesten Gutmenschen der österreichischen Medienszene, endlich aufgewacht ist:

Ent-Menschlichung im Auftrag Allahs

Ein Gott will, dass Kinder ermordet werden? Niemals. Warum kann man das trotzdem jungen Leuten einreden?
Man möchte schon Hoffnung schöpfen, daß der Terroranschlag von Manchester sogar diesem in der Wolle gefärbten Guttie die Augen geöffnet hätte. Bis man beim Schlußsatz des Artikels erkennen muß: nein, er hat's noch immer nicht verstanden! Vielleicht hätte er's, wenn seine eigenen Kinder zerfetzt worden wären, aber nicht mal davon kann man mit Sicherheit ausgehen. Denn dieser Schlußsatz lautet:

"Nicht der Islam ist böse, die Menschen, die ihn missbrauchen, sind es."

Und das ist in der Hinsicht, in der er richtig ist, irrelevant, und in der, in der er falsch ist, ebenso borniert gutmenschlich wie geradezu gemeingefährlich naiv!

Natürlich: "der Islam" kann nicht "böse" sein. Böse zu sein ist eine moralische Qualität (oder besser: der Mangel davon!), und die kommt nun mal nur eigenverantwortlichen Subjekten zu. Also Menschen. Das in diesem Sinne zu betonen ist etwa so relevant, wie die nachdrückliche Einschärfung, daß die Sonne im Osten aufgeht. Danke, Herr Chefredakteur, das wissen wir bereits ...

Daß hingegen nur die Menschen, die den Islam mißbrauchen, böse wären, ist eine Schönfärberei, die uns all die terroristische Scheiße, die derzeit über das Abendland schwappt, eingebracht hat! Denn genau das ist eben nicht der Fall!

Es sind nicht die Mißbraucher des ach-so-guten Islam, die diese Religion gemeingefährlich machen, denn Mißbrauch gibt's überall und jederzeit: man kann die Toleranz mißbrauchen, die Grundrechte sind nicht davor gefeit, Religionen aller Art ... was auch immer!

Das Problem beim Islam ist, daß der Gebrauch, die schlichte, konsequente Befolgung der Gebote und Verbote dieser als Religion getarnten totalitären Ideologie Ergebnisse zeitigt, die von denen Stalins, Hitlers, Maos (just name it!) nur um Nüancen verschieden sind: wenn Gott allmächtig ist und die bedingungslose Unterwerfung (und exakt das heißt übersetzt: "Islam"!) aller (sic!) Menschen fordert, dann ist die nach dieser Religion ausgerichtete Gesellschaft notwendig eine totalitäre, die jede Abweichung mit Sanktionen bis zur Ausmerzung der "Ungläubigen" bedroht.

Wer das Offensichtliche noch immer nicht begreift, sondern sogar durch verbale Behübschung zu leugnen versucht, der macht sich mitschuldig an den Opfern, die diese aberwitzige Religionsideologie "Islam" bereits forderte, und noch fordern wird!



Wer kennt sie noch ...

... die Jugenderinnerungen eines alten Mannes ?


Und selbst wenn der Titel eine vage Erinnerung an eine Fußnote im Fach Literaturgeschichte evoziert: wer weiß ihren Autor  –   Wilhelm von Kügelgen?


Und doch waren sie einstmals eine der erfolgreichsten, meistgelesenen Autobiographien der deutschen Literatur! 
Seine posthum erschienenen »Jugenderinnerungen eines alten Mannes« waren eines der Lieblingsbücher des deutschen Bürgertums, sie erschienen 1922 in der 230. Auflage.
... weiß das
Spiegel-Gutenberg-Projekt zu berichten, welches den Text dieses Werkes online lesbar macht. Leider fehlen mir Zeit und Muße, dieses im wörtlichen Sinne des Ausdrucks "liebenswürdigen" Schriftstellers mit größerer Ausführlichkeit zu gedenken, aber eine Leseempfehlung für dieses einst so berühmte wie geschätzte Werk will ich nicht versäumen!

Heute vor 150 Jahren, am 25. Mai 1867, ist der Maler und Schriftsteller zu Ballenstedt verstorben.



Diffuse Ängste

von Fragolin

Kirchentag in Berlin, Volksmassen versammeln sich und die Polizei ist mit Großaufgebot unterwegs.
Warum eigentlich? Die Antifa hat sich nicht angekündigt. Und die innerkirchlichen Konflikte werden meist auch eher in Diskussionsrunden ausgetragen. Also warum dieses massive Aufgebot? Wegen Obama und Merkel? Haben die etwa diffuse Ängste? Wovor?

Dort, genau auf diesem Kirchentag, wäre die beste Gelegenheit für Merkel, ihren Worten Taten folgen zu lassen, und statt Polizeihundertschaften aufmarschieren zu lassen Blockflöten zu verteilen und mit den Teilnehmern und ihrem Gast fröhliche Weihnachtslieder zu spielen.

„Kumba Ya!“gegen den Terror und diffuse Ängste.
Na los, Merkel, jetzt zeig mal, was Ehrlichkeit ist!

Friedrich Wilhelm Zachow

Wer kennt ihn? Nicht so zahllos aufzeigen, bitte, meine Herrschaften, man verliert ja fast die Übersicht! Ah! Da hinten einer ... ja, also? ... Hat es sich auch schon wieder anders überlegt ... schade!

Nun: der heutige Himmelfahrstag ist eine gute Gelegenheit, Friedrich Wilhelm Zachow mit seiner Kantate »Siehe, ich bin bei euch alle Tage« kennzulernen:


Durchaus eine interessante Alternative zu den »Kantaten-Klassikern« Bach, Händel (der übrigens einer seiner Schüler war!), Telemann etc. ...

Burkini

von Fragolin

Immer, wenn sich irgendwo in unserem Kulturkreis ein sprenggläubiger Surensohn medienwirksam und unter Mitnahme möglichst vieler unschuldiger Menschen, die nicht seiner krankhaften Götzenanbetung folgen, zu seinen 72 paradiesischen Jungfern detoniert, folgen unweigerlich die politisch korrekten Artikel über die tägliche schwere Diskriminierung der armen Mohammedaner, als ob man uns permanent einreden wollte, es bliebe ihnen ob unserer schwer unterdrückenden und erniedrigenden Handlungsweise gar nichts anderes übrig, als sich vor Verzweiflung und unter Mitnahme unserer Kinder in die Luft zu sprengen.

Und welches Thema geht da besser als der sogenannte„Burkini“?

Mittwoch, 24. Mai 2017

Einfache Lösungen

von San Casciano




Wir leben in einer komplexen, schwierigen Welt – hört man allerorten. Diese Behauptung wird oftmals bei politischen Statements vorangestellt. Sie bleibt aber eine Behauptung, allein deswegen, weil sie insinuiert, die Welt wäre irgendwann weniger, oder gar nicht komplex gewesen. Sie ist aber heute oftmals notwendig zur eigenen Legitimation. Politiker und Journalisten, sowie Experten und Akteure der Bildungselite können dadurch, dass sie die Welt für „komplex“ oder „komplexer“ erklären, indirekt damit argumentieren, dass der Großteil der Menschen gar nicht zur Erkenntnis fähig wäre, und allein sie – aus irgendwelchen Motiven, die eigentlich vor allem daraus bestehen, dass sie an der Stelle stehen, an der sie gerade stehen – die richtige Antwort geben können.
Signalwörter aus deren Mündern sind daher auch oftmals „Aufklärung“, „Toleranz“ und „Differenzierung“, womit ich a priori diese Sachverhalte gar nicht kleinreden möchten; nur, genauso, wie „demokratische Parteien“ heute sich eben nicht dadurch auszeichnen, dass sie demokratisch sind, sondern vor allem, dass sie das bundesrepublikanische Machtkartell abbilden, haben eben auch diese Begriffe ihre eigentliche Bedeutung eingebüßt.

Ähnlich wirft man dem Gegner dann die Parolen von „Stammtisch“, „Wut“, „Hass“ und „einfachen Lösungen“ entgegen, um damit anzudeuten, dass „einfache Lösungen“ immer „unreflexierte Lösungen“ sein müssen. Ein kompliziertes Problem – so kommuniziert die Elite seit einigen Jahren mit dem Volk – kann nicht durch eine einfache Lösung aus der Welt geschafft werden. Seine höchste Ausformung findet dieser Gedankengang im Bonmot, dass es auf jedes Problem eine einfache, klare Antwort gebe, die falsch sei.

An dieser Umformung des philosophischen Gedankenganges erkennt man bereits die Bürokratisierung des Denkens. Denn üblicherweise gilt in der Philosophie – und damit auch in der Wissenschaft – immer die Theorie als bestechendste, die am einfachsten und nachvollziehbarsten ist. Diese Ansicht beherrschte die antike Logik wie auch das Mittelalter. Aristoteles war der Ansicht, die Natur wähle immer den einfachsten Weg. Und auch von Ockhams Rasiermesser dürfte manch einer gehört haben.

Wie so oft in diesen Tagen, in denen europaweit Gegenparteien, anderslautende Meinungen und neuartige Probleme uns herausfordern, lautet der Tenor immer wieder: für ein schwieriges Problem kann es keine einfache Lösung geben! Es ist demnach bereits prinzipiell ausgeschlossen, dass eine irgendwie geartete, einfache Lösung auch nur theoretisch irgendetwas lösen könnte, sie ist einfach undenkbar.

Mir dagegen kommt bei solchen Diskussionen nur ein Bild aus Schulzeiten in den Sinn.


Martin Altomonte (Hohenberg) – Alexander der Große durchtrennt den gordischen Knoten (1708)


Ramms. Problem gelöst.

"Eine Gesellschaft, die nicht entsprechend darauf reagiert, wenn ihre eigenen Kinder von Feinden abgeschlachtet werden, hat es nicht anders verdient, als von der Weltbühne geprügelt zu werden."

Ausgezeichneter Artikel von Werner Reichel auf Ortner-Online. Leseempfehlung!


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P.S.: und was entblödet sich nicht eine Kommentarposterin "Rosa Schmitz" wegen der folgenden, psychologisch völlig zutreffenden Sätze:
Die unzähligen kinderlosen Europäer haben nicht die geringste Ahnung, was so ein Blutbad für die überlebenden Kinder, ihre Eltern oder die Eltern und Geschwister der zerfetzten Opfer bedeutet. Nein, können sie nicht, auch wenn sie so tun als ob. Eine Eltern-Kind-Beziehung und all die daraus erwachsenden Gefühle, Bindungen und Verantwortlichkeiten sind für kinderlose Menschen einfach nicht begreif-, nicht nachvollziehbar. 
zu monieren? Das:
Sorry aber was soll das. „Die unzähligen kinderlosen Europäer haben nicht die geringste Ahnung, was so ein Blutbad für die überlebenden Kinder, ihre Eltern oder die Eltern und Geschwister der zerfetzten Opfer bedeutet. Nein, können sie nicht, auch wenn sie so tun als ob“ – man muss keine eigenen Kinder haben um hier nachempfinden zu koennen. So ein arroganter Kommentar hat of Ortneronline nichts zu suchen und ich hoffe dass er bald geloescht wird. 
Ach, weil einem eine Meinung nicht paßt, hofft man, daß sie bald gelöscht wird? Aber sonst geht's Ihnen noch gut, Frau Schmitz?


Gier

von Fragolin

Die nackte Gier nach Kohle treibt mich dazu, jetzt eine faire und gerechte Forderung zu stellen, die wegen ihrer Fairness und Gerechtigkeit zumindest von den Roten unbedingt unterstützt werden müsste: Ich fordere, da mein Blog für jeden Menschen mit Internetanschluss frei lesbar ist und der Information und Meinungsbildung dient und damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft ist, dass zumindest jeder Haushalt, der einen Internetanschluss oder ein Smartphone besitzt, besitzen könnte oder in der Lage wäre, sich so etwas anzuschaffen oder schenken zu lassen, per Gesetz dazu gezwungen wird, mir pro Monat eine fixe Gebühr von einem Euro zu überweisen. Über eine Sondergebühr für meine Entschädigung, weil ja jemand mein geistiges Eigentum kopieren und für sich nutzen könnte, denke ich noch nach.

Was, das erscheint irgend jemandem frech? Da kommt jemand auf die Idee, ich bräuchte ja nur Beitragszahler freischalten? Es wäre ja eine geradezu sittenwidrige, ekelhafte Zwangs-Abzocke sich einfach frech bei jedem zu bedienen? Es wäre krank, eine Zwangsabgabe zu fordern, die sich allein auf die Möglichkeit begründet, weil mir ja auch keiner Geld dafür zahlen muss, wenn ich am Straßenrand stehe und Würstel verkaufe, nur weil ich ihm die Möglichkeit gebe, ein Würstel kaufen zu können, auch wenn er gar keines will?

Mag ja alles richtig sein.
Für normale Menschen, für mich und für dich. Deshalb würde das bei mir auch nicht funktionieren.
Aber im Kopf eines Herrn Wrabetz existiert dies als ernst gemeinte Forderung. Der ORF stellt ungefragt und freiwillig seine Programme per Streaming ins Internet und begründet daraus eine Forderung, dass jeder GIS zahlen muss, der technisch in der Lage sein könnte, diese Dienste zu nutzen, auch wenn er es nie tut.

Und es wird funktionieren.

Und jeder, der im Herbst zur Wahl gerufen ist, sollte sich genau anschauen, welche Parteien diese Abzocke fördern. Und überlegen, ob er solchen Vereinen genug Vertrauen entgegenbringt, dass er glaubt, dass sie im politischen Tagesgeschäft in seinem Interesse handeln werden.

"Karthago musste zu seinem welthistorischen 'Wir schaffen das' schließlich auch dreimal Anlauf nehmen."

... beschließt Michael Klonovsky wenig tröstlich, doch leider realitätsnahe einige (selbstmurmelnd politisch höchst unkorrekte) Überlegungen zum 23. Mai 2017.


Antisemitismus

von Fragolin

Mehr als 20% der Einwohner Israels sind muslimische Araber, das sind immerhin gute 1,7 Millionen. Und wehe, der Judenstaat würde es sich erlauben, diese Leute irgendwie als zweitklassig zu behandeln. Deshalb quält und unterdrückt er sie auch sehr subtil mit gleichberechtigter Teilhabe an Sozialsystem, Gesundheitssystem, Arbeitsmarkt.

Nur als kleines Beispiel: Ein israelischer Soldat, der selbst in Notwehr einen angreifenden arabischen Messerstecher erschießt, muss sich in Israel vor einem Gericht zum Mordvorwurf verantworten. Ein Palästinenser, der jüdische Kinder im Schlaf meuchelt, wird in der arabischen Welt als Held gefeiert und, sollte jemand dieses feige Schwein doch noch erwischen, zum verehrungswürdigen Märtyrer im Heiligen Krieg ausgerufen. Der feige Meuchelmörder bekommt 72 Jungfern, der Soldat Handschellen.
Israel bestraft Mörder von Arabern.
Araber feiern Mörder von Juden.
Das ist der Unterschied, der gerne verschwiegen wird.

Ein paar Gedanken zu Israel hier.

Dienstag, 23. Mai 2017

Terroristen und andere Verbrecher

Was von den Verbrechern zu halten ist, die solche Greueltaten begehen, muß nicht weiter ausgeführt werden. Ich verkneife mir daher nähere Hinweise, daß solche Anschläge zwar niemals gänzlich verhinderbar sind, jedoch durch laissez-faire-Willkommenspolitik gegenüber jedem "rechtgläubigen" & sonstigen "Kulturbereicherer", der nach Europa einreisen will, entscheidend erleichtert werden.

Wer sich jedoch unter solchen Auspizien immer noch veranlaßt fühlt, den Gutmenschen ostentativ raushängen zu lassen (indem er z.B. die – ohnehin mehr als löchrige! – Schließung der Balkanroute als "Fehler" bezeichnet), darf sich nicht wundern, wenn die aufgebrachten Wähler sich irgendwann nur mehr verarscht vorkommen, und dementsprechend dann pöhse "Populisten" wählen.

Und wenn ein "Presse"-Journaillist sich nicht entblödet, aus den Splittern und Körperteilfetzen einer Nagelbombe noch politkorrektes Kleingeld zu drechseln, indem er unter einer Betroffenheit heuchelnden Schlagzeile "Perfider geht es kaum noch: Terror gegen Teenies"
Die Briten werden am 8. Juni unter dem Schock des Terrors ein neues Parlament wählen - und die Tories um Theresa May, die haushohen Favoriten, wohl im Amt bestätigen. Alles andere wäre eine Sensation.
(Hier weiterlesen)
... schreibt, dann weiß ich nicht, wie ich soviel essen kann, wie ich kotzen möchte! Wenn solcherart die schon zuvor haushohe Favoritin May ganz nach dem Gusto Brüsseler EUrokraten moralisch-demokratisch delegitimiert werden soll, indem man ihr ein "Na, kein Wunder, nach einem solchen Anschlag!" als ekelig hingespuckten Kaugummi an die Sohle klebt, dann verrät das schon eine Perfidie, die der Titelzeile jede (Un-)Ehre machte ...

Jetzt kommen wieder gleich die "Kein Generalverdacht"-Mahner und Consorten: ein elendes Gesindel, das den Ausdruck "Pack", der von unserem Polit-Establishment promiscue an alle, die seiner Macht (und seinen profitablen Futtertrögen) gefährlich werden könnten, verteilt wird, weitaus mehr verdiente als jene zurecht aufgebrachten Bürger, die es satt haben, von Politruks und Bürokraten bspw. als Gastwirte wegen nicht korrekt dimensionierter Nichtraucherzonen mit Ordnungsstrafen und Ersatzvornahmen in den Ruin getrieben zu werden, wogegen unsere Justiz und Polizei sich jederzeit von Flüchtilanten am Nasenring vorführen läßt, und von gezieltem Wegschauen bis unerträglich milden Urteilen, die jeder Gerechtigkeit Hohn sprechen, alles unternehmen, um künftige Verbrechen zu begünstigen.

Pacem, Dei munus pulcherrimum

... « quo, ut Augustinus ait, etiam in rebus terrenis atque mortalibus nihil gratius soleat audiri, nihil desiderabilius concupisci, nihil postremo possit melius inveniri »; pacem quadriennio amplius tantis et bonorum votis et piorum precibus et matrum lacrimis imploratam, tandem coepisse affulgere populis Nos equidem ante omnes gaudemus vehementerque laetamur. At vero hanc ipsam paterno conceptam animo laetitiam nimis multa eademque acerbissima perturbant ; nam si fere ubique bellum aliqua ratione compositum est, et pacis quaedam conventiones subscriptae, reliqua sunt tamen antiquarum semina inimicitiarum ; vosque probe tenetis, Venerabiles Fratres, nullam pacem consistere, nulla pacis foedera posse vigere, quamvis diutinis laboriosisque consultationibus constituta sancteque firmata, nisi per caritatis mutuae reconciliationem odia simul inimicitiaeque conquiescant. De hac re igitur, quae maximi sane momenti est ad commune bonum, vobiscum, Venerabiles Fratres, colloqui placet ac populos item vestros diligentius commonere. 
... lautet der Beginn der von Papst Benedikt XV, dem Papst der Zeit des Ersten Weltkriegs und seiner Nachwehen, am 23. Mai 1920 erlassenen Enzyklika, der ersten übrigens, die sich ausschließlich mit dem Thema des Friedens unter den Völkern beschäftigt. Ein interessantes Dokument aus der Zeit der Gründung des Völkerbundes, das für jene, die sich nicht am Wohllaut des Latein erfeuen können, hier in englischer Übersetzung zu lesen ist.


Nachtrag von 16:10


Als ich obigen vorbereiteten Text heute vormittags in den Blog stellte, hatte ich, bedingt durch das Projekt, an dem ich derzeit rund um die Uhr arbeite, schon seit gestern mittag noch keine Nachrichten gesehen oder gehört, und deshalb auch keine Ahnung von den Vorfällen in Manchester.

ADHS

von Fragolin

O-Ton Lunacek: "Wir sind die Einzigen, mit denen es keine Freiheitlichen in der Regierung gibt. Wir sind die Einzigen, die hier links der Mitte stehen."

Ich bin überzeugt, die glaubt das wirklich. So richtig ernst. Die glauben wirklich, dass es da ganz am linken politischen Rand einen Strich gibt, wo „Mitte“ steht. Weil die Roten sind ja ganz rechts. Und die NEOS auch, geradezu ultrarechts.
Leute, Ihr seid die Einzigen, die hier zumindest weit links der Realität stehen. Ganz weit links.

Inzwischen sind die Grünen für mich zur führenden ADHS-Partei geworden. Immer wenn ich einen von denen seine Wortblasen absondern höre, denke ich mir: „ADHS – Ach du heilige Scheiße!“

Schwachstelle

von Fragolin

Der Berg hat gekreißt und selbst das geborene Mäuschen ist, gewissermaßen, mausetot.
Man hatte auf den Chuck-Norris-Effekt gesetzt und vergessen, dass dem Messias aus Würselen drei entscheidende Dinge dazu fehlen: Chuck, Norris und Effekt. Man dachte sich:
„Martin Schulz braucht kein Wahlprogramm, Martin Schulz ist das Wahlprogramm!“
Und dann musste man feststellen, dass Martin Schulz eine inhaltlich leere Plapperpuppe ist, der der innerliche Plattenspieler bei dem Wort „Gerechtigkeit“ festgehakelt ist. Inzwischen hört sich das wie eine Kermit-Persiflage der gebetsmühlenartig von der ehemaligen leeren Plapperpuppe Faymann wiederholten „fair und sozial“-Worthülsen an. Da hat die Oma von der Familie Putz mehr Pepp.
Wenn eine leere Sprechblase das Wahlprogramm ist, dann ist das Wahlprogramm eine leere Sprechblase.

Mehr zu dem Thema Inhaltsleere hier.

Montag, 22. Mai 2017

Kurze Mitteilung

... nicht in Sachen Kurz, sondern in eigener Sache: ein unversehens über mich hereingebrochenes größeres Projekt wird, kombiniert mit einem absehbar längeren Krankenstand eines langjährigen Mitarbeiters, in den nächsten drei bis vier Wochen dazu führen, daß ich mich um den LePenseur-Blog nur sehr eingeschränkt werde kümmern können.

Ich bin zuversichtlich, daß meine Co-Autoren mit interessanten Artikeln für Zufriedenheit der Leser sorgen werden, und werde nach Maßgabe des Möglichen auch selbst ein paar Sachen, die ich bereits vorbereitet habe, beisteuern.

Sorry, aber der Job geht vor! Schließlich will (und kann) LePenseur nicht von diesem Blog leben ...


Realitätsverlust

von Fragolin

Als in Berlin letzten Freitag eine Handvoll Identitäre in NVA-Uniformen mit einem Plakat gegen das „Zensurministerium“ vor der Hütte vom Maasmännchen auftauchten und es sogar wagten, die Tür zu berühren, pudelte sich die lokale Presse darüber auf, dass Neonazis in Wehrmachtsuniformen das Justizministerium stürmen wollten. Den Unterschied zwischen NVA und Wehrmacht und den Sinn von Symbolik braucht man Propagandisten und Hetzern jetzt nicht versuchen zu erklären, und dass ein Anklingeln noch kein Stürmen ist, auch nicht, deshalb lasse ich das mal.

Aber interessant waren die Kommentare. Man sah nämlich ein Bild von zwei Polizisten, die recht freundlich mit einem Teilnehmer der wegen Nichtgenehmigung sofort aufgelösten Demo sprachen. Sofort erregte sich ein aufrechter Kommentator, dass man daran den schweren Rechtsdrall der Polizei erkennen könne, denn gegen rechte Terroristen würden sie nur in einfacher Uniform auftreten, gegen linke Aktivisten dagegen in Panzerung, mit Knüppeln, Pfefferspray und Wasserwerfern.

Etliche stimmten dem sofort zu und sahen sowieso einen schweren „Rechtsruck“ durch die Gesellschaft gehen. Nein, es war kein linkes Kampfblatt sondern eine ganz normale Berliner Regionalzeitung. Scheinbar haben die Berliner wirklich die Stadtregierung verdient, die sie freiwillig gewählt haben.

Ich halte das für schweren Realitätsverlust. Für Sinnverdrehung. Die Polizei kommt das eine Mal in Straßenuniform und das andere Mal mit Kampfausrüstung nicht wegen ihrer ideologischen Durchseuchung, sondern ganz einfach weil „rechte Terroristen“ maximal ein Plakat entrollen und höflich an der Tür klingeln, während „linke Aktivisten“ vermummt mit Baseballschlägern, Böllern und Bengalos anrücken und sofort mit brutaler Zerstörung beginnen, Fenster zertrümmern und Menschen angreifen.

Dabei sollten die das doch selbst kennen. Immerhin versammeln sich doch sofort viele friedliche zivilcouragierte aufrechte Antirassisten, wenn irgendwo der AfD-Ortsverband auf ein Bier geht, aber wenn Islamisten „Juden ins Gas!“-brüllend durch die Straßen marschieren oder Erdogan-Cheerleader ihren diktatorischen Westentaschensultan feiern, findet sich keiner bereit, auf eine antirassistische Gegendemo zu gehen. Welch anderer Grund dürfte vorliegen als der, dass die AfD-ler sich höchstens durch die Hintertür schleichen, damit kein Ärger aufkommt, während die Radikalmuslime keine Skrupel haben, die Angelegenheit gleich an Ort und Stelle zu klären. Zur Freude der örtlichen Dentisten.
Sie sind ja ach so mutig und ach so klug, diese kleinen realitätsfernen Feiglinge.

Opium fürs Volk

von Fragolin


Es ist erstaunlich. Sie verstehen sich als Atheisten und bezeichnen, ihrem eigenen bärtigen Propheten folgend, Religion als „Opium fürs Volk“. Sie kämpfen für die Abnahme des Kreuzes aus den Schulräumen, nennen Katholiken „Kerzerllutscher“ und haben kein Problem damit, jeden Pfarrer unter Generalverdacht zu stellen, seine Ministranten zu vögeln. Unter den Talaren steckt für sie der Muff von tausend Jahren. Sie bezeichnen sich als linksliberal und weltoffen, als weltlich und progressiv, als antisexistisch und antirassistisch, lieben alle Menschen und kämpfen für die Gleichberechtigung Aller.

Und plötzlich drehen sie durch, wenn jemand eine miefige, patriarchalische, sexistische, rassistische Religion kritisiert. Sie toben von „Islamophobie“ und fordern in den gleichen Klassenräumen, aus denen das Kreuz entfernt werden muss, Lehrerinnen, die kopftuchtragend die Religion des Islam vor sich hertragen. Sie spucken auf die Predigten der Priester und kläffen dafür die Parolen von religionsfanatischen Muslimen nach. Sie wollen das Schweigen der Kirchenglocken, fordern aber das Recht der Muslime auf eine Moschee samt Muezzingeplärre fünfmal am Tag. Sie verhetzen Pfarrer als Kinderschänder, fordern aber die Freiheit der Muslime zur Kinderheirat. Sie reden von Öffnung, verteidigen aber mit Zähnen und Klauen das Recht der Frau, sich in einen Stoffkäfig einsperren zu lassen, in dem sie drei Schritte hinter ihrem Vormund herhuscht.

Wenn Religion nur „Opium fürs Volk“ ist, sind ausgerechnet jene, die solche Parolen verbreiten, scheints die härtesten Kiffer. Wenn der Frieden von der Unterwerfung unter den Islam abhängig wird, werden diese Leute die ersten sein, die konvertieren.

Die Vogelflug- & Eingeweidedeuter

... auch "Meinungsforscher" genannt (vermutlich, weil sie etwas zu forschen meinen ...) haben schon vor geraumer Zeit einen recht unsinnigen "Vertrauensindex" gebastelt, mit dem sie Wähler verwirren wollen. Die Fragestellung ist ebenso simpel wie sinnlos: bei jedem abgefragten Namen kann man sich für "vertraue ich" bzw. "vertraue ich nicht" entscheiden. Nun werden von den "vertraue ich"-Stimmen die "vertraue ich nicht"-Stimmen abgezogen und das Ergebnis steht fest.

Erstens ist "Vertrauen" keine Größe, die für einen Menschen in jedem Belang gleichermaßen gilt. Es müßte daher wenigstens gefragt werden "Vertrauen Sie N. in Bezug auf .... - ja/nein?". Ich vertraue bspw. dem Justizminister (und neuerdings Vizekanzler) Brandstetter in Bezug auf seine juristische Expertise durchaus, auch in seine ethischen Qualitäten setze ich einiges Vertrauen, in Bezug auf seine Fähigkeit, sich politisch durchzusetzen und geschickte Intrigen rechtzeitig zu erkennen, traue ich ihm hingegen so gut wie überhaupt nicht!

Wie kurios die Ergebnisse aus diesen Befragungen sind, merkt man, wenn man sich die kumulierte "Hit-/Flopliste" der Jahre 2003 bis 2016 ansieht: da kommt dan eine Total-Nullnummer wie die ehem. Justizministerin Bandion-Ortner auf immer noch stattliche "+ 33", ein Karl Heinz Grasser auf "+45", ein (inzwischen durch das Loch, das er hinterließ, perfekt ersetzter) Ex-Vizekanzler Josef Pröll gar auf "+46", wogegen ein FPÖ-Chef Strache bei "-56", oder ein mächtiger Gewerkschaftsboß Neugebauer auf "-63" landete.

Mit den Wahlergebnissen und sonstigen politischen Erfolgen oder Mißerfolgen, die die betreffenden Politiker erzielten, läßt sich keine wie immer sinnvolle Relation herstellen. Wenig verwunderlich bei einer in sich verfehlten Fragestellung.

Dennoch: als Barometer für die Befindlichkeit der schreibenden Zunft ist der Index ganz brauchbar: je nachdem, wie die Redaktion "gewickelt" ist, werden Einzelergebnisse selektiert (und andere vergessen) und nach Bedarf mit Vormonatszahlen oder auch der Raumtemperatur verglichen. Und so kommt dann eine Schlagzeile heraus wie diese:

Wählervertrauen in Kern und Kurz merklich gesunken

Das Vertrauen der Wähler in NEOS-Chef Matthias Strolz ist stark gestiegen. Wolfgang Brandstetter profitiert von seiner neuen Rolle als Vizekanzler. Doch der Kanzler und der neue ÖVP-Chef haben im Vertrauensindex verloren.
(Hier weiterlesen)
Ist der Kurz-Hype etwa schon wieder vorbei? Stellen ÖVP-Kammerfunktionäre und Landespolitruks dem frischgebackenen Führer der ÖVP die Rute ins Fenster? 

Ach, geschenkt ... bis zum Wahltag im Oktober werden noch viele mediale Säue durchs Dorf getrieben werden. Und welche dann durchs Ziel geht, weiß der Liebe Gott, und vielleicht nicht mal der ...






Alles Nazis

von Fragolin

Die „Ostbeauftragte der Bundesregierung“ hat eine Studie in Auftrag gegeben, die beweisen soll, dass die Ossis alles Nazis sind. (Gibt es eigentlich auch „Westbeauftragte“, die nach den massiven Wahlbetrügereien in NRW mal eine Studie darüber machen, ob die Wessis besonders bekloppt sind?) Und wenn eine Knallrote mit strammer DDR-Biographie mal eben eine halbe Million Steueröcken für eine Studie aus dem Fenster kantet, wird diese auch das erwünschte Ergebnis bringen: Sie braucht viel mehr Geld für den Kampf gegen Rechts in den dunkeldeutschen Wildnissen, wo neben Luchsen und Wölfen primitive Nazihorden auf der Suche nach armen Flüchtenden die Wälder durchstreifen.

Wie es dabei zugeht und welche Mittel die erklärten Kämpfer gegen Fake News und Hetze sich nicht zu blöd sind anzuwenden, hier.

Sonntag, 21. Mai 2017

Das neue alte Grün

von Fragolin

Nach dem Grün-Donnerstag wurde ein Duo als Parteispitze aus dem Hut gezaubert, über das sich jetzt natürlich die Medien hermachen. Besonders Frau Lunacek, wohl als Frontfrau für den Wahlkampf eingesetzt, tönt aus allen Kanälen ihre Sicht der Dinge, und die ist dergestalt, dass es erstaunlich ist, wenn überhaupt noch Leute Grün wählen.

Mal ein paar Aussagen hier.

Politprostitution

Eben war Lunacek von den GrünInnen stolz darauf, "... die einzigen, die garantieren, dass es mit uns keine FPÖ in der Regierung gibt", zu sein. Doch jetzt versichern auch die pinken Pudel stolz: "Es bleibt dabei. Keine Koalition mit der FPÖ". Was im Umkehrschluß bedeutet, daß die beiden Kleinen darum betteln, endlich auch mal mit den Großen (d.h. nach der Wahl vielleicht nicht mehr ganz so großen ...) am Regierungstisch sitzen zu dürfen, damit die pöhsen Blauen draußenbleiben müssen. Denn wenn die drinnen wären, dann wären Brüssel und die transatlantischen Seilschaften böse auf Österreich.

"Politische Reform" klingt freilich anders. "Anwanzen an die Machthaber" wäre wohl der treffendere Ausdruck dafür ...


Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 87 für den Sonntag Rogate





Verhaltismus

von Fragolin

Mal wieder. „Ein Mann“ und mehrere Frauen, die „augenscheinlich zu dem Mann“ dazugehören, benehmen sich im Nachtbus auf buntbereichernde Art verhaltenskreativ und wollen eine junge Frau fröhlich dazu auffordern, doch an ihrem Leben teilzuhaben. Als diese sich verstockt weigert, gehen alle zusammen auf sie los, schlagen, spucken, schreien...

Und hier greift die Ethikerklärung der Presse, diese Schere am Druckbogen, die es verbietet, etwas über den kulturellen Hintergrund der Beteiligten zu schreiben. Man muss nicht darauf hinweisen, denn die Beschreibung des Verhaltens der Protagonisten sagt alles. Wir wissen welche Leute das sind und dass die damit durchkommen. Und das jeder, der das widerlich findet, ein Nazi ist.

Danke, wir wissen Bescheid. Das nächste Mal nimmt die junge Frau sicher eine Blockflöte mit, dann kann sie gegen diffuse Ängste im Nachtbus ein Weihnachtslied spielen.

Übrigens, liebe B.Z.-Schreibknechte, hättet Ihr im umgekehrten Fall auch so geschrieben, inklusive „helfen ihm“, wenn ein Deutscher eine Bekopftuchte angebaggert und diese im Falle einer Weigerung seinen „Avancen“ entgegenzukommen („Fickificki!“?) geschlagen und an den Haaren gezerrt hätte und dann deutsche Frauen und Mädchen auf die pöbelnd und schlagend losgegangen wären? Wäre das nicht ein rassistischer Gewaltexzess gewesen, ein fremdenhassender Mob?
Und wenn ja – wieso wird dann hier so verniedlichend geschrieben?

Bananenrepublik Deutschland

von Fragolin

Erst lässt man seine Untertanen wissen, dass es da so antidemokratische rassistische Miesmacher gibt, die die wunderschöne Party stören wollen, die man gerade abfeiert. Dann filtert man ihnen durch, dass es sich um Extremisten handelt, um Feinde, um Angreifer, die es mit allen Mitteln zu verhindern, ja, zu bekämpfen gälte. Man dürfe ihnen keine Bühne geben, keinen Raum, nicht mal ein Bier in der Kneipe. Man müsse sie ausgrenzen, ach was, jagen, verjagen, eliminieren!
Und dann lässt man wählen und seine Untertanen die Stimmen auszählen.
Hinter verschlossenen Türen.

Was dann dabei herauskommt ist ein weiterer Ausschlag des Zeigers auf dem Politbarometer, der immer mehr von Demokratie zu Diktatur wandert, siehe hier.

Samstag, 20. Mai 2017

Eine Warnung vor einem Ja zur "Energierwende"

... spricht der ehemalige deutsche Innenminister Dr.h.c. Otto Schily in einem Brief an den ehemaligen Schweizer Bundesrat Dr. Christoph Blocher aus. Lesenswert!



Heute vor neunzig Jahren, am 20. Mai 1927

... startete nach langen Vorbereitungen die Chinesisch-Schwedische Expedition unter der Leitung von Sven Hedin, welche von 1927 bis 1935 dauern sollte. Ein höchst lesenswerter Artikel darüber findet sich auf Wikipedia:
Die Chinesisch-Schwedische Expedition (in der Fachliteratur oft engl. Sino-Swedish Expedition und The Sino-Swedish Scientific Expedition to the North-Western Provinces of China oder schwed. svensk-kinesiska expedition) war eine von Sven Hedin geleitete internationale Forschungsreise.

Die Expedition untersuchte von 1927 bis 1935 die meteorologischen, topographischen und prähistorischen Gegebenheiten in der Mongolei, der Wüste Gobi und Xinjiang. Sven Hedin sprach von der wandernden Universität, in der die beteiligten Wissenschaftler nahezu selbstständig arbeiteten, während Sven Hedin wie ein Manager vor Ort mit den Behörden verhandelte, alles Notwendige organisierte, Geld beschaffte und seine zurückgelegten Routen kartographierte.



Der Unterschied

Schweden ist stolz darauf, die "Gleichberechtigung der Frau" mit dem ganz, ganz großen Löffel gefressen zu haben. Das heißt sogar: bei bereicherenden Erlebnissen haben die Schwedinnen eindeutig die Nase vorn, denn sie werden weit öfter von Flüchtilanten gebügelt als Schweden (die Flüchtilanten haben halt noch nicht begriffen, daß das Geschlecht ein bloß soziales Konstrukt ist, und bevorzugen daher weibliche Öffnungen gegenüber männlichen Arschlöchern ...).

Wie emanzipiert diese Schwedinnen sind, bewiesen sie ganz überzeugend, als eine Gruppe weiblicher Politruks unlängst am iranischen Präsidenten vorbeidefilierte: mit Kopftüchern schariakonform verhüllt und ohne Händeschütteln, damit der iranische Schiit nicht durch einen Händedruck mit westlichen Schlampen besudelt wird:


Wenn hingegen diese doch so skandalös unenmanzipierte Melania Trump auf Staatsbesuch bei den Kopfwindelträgern weilt, dann sieht die Begrüßung so aus:


Schau, schau! Es geht offenbar dort auch ohne Kopftuch, und der König höchstselbst kann, wie man sieht, sogar mit höflicher Verbeugung Pfötchen geben, ohne daß ihm das Begrüßungslächeln vor Ekel aus dem Gesicht rinnt.

Schon seltsam, irgendwie ...





Die neue Achse Berlin-Paris

... läuft – wie geschmiert – auf EUphorischen Hochtouren:


Ein befreundeter Anwalt ätzte spontan beim Lesen dieser ORF-Teletext-Meldung: "Verdammt! Wo ist denn wieder der Stauffenberg, wenn man ihn braucht?"

Welche Äußerung LePenseur natürlich mit aller gebotenen Entrüstung zurückweist und sich nicht zu eigen macht!


Bio-Tamagotchi

von Fragolin

Kleines Fundstück, heute vom Hadmut Danisch:

Diese ganze Mitleid- und Empathie-Nummer, die immer also so selbstlos und altruistisch hingestellt wird, ist nichts anderes als so eine Masturbationsübung für den Hirnzucker, damit die Drüse da oben sagt „Hast Du gut gemacht!“. Reiner Selbstzweck. Deshalb ist es auch völlig egal, ob die, um die man sich kümmert, real oder eingebildet sind. Totes Pferd, Plüschtier, Tamagotchi ganz egal, was gerade zu fassen ist. Flüchtlinge tun’s auch. (Hähä, Bio-Tamagotchi…)“

Mein Reden. Da ist gar nichts mit Empathie, das ist reine Selbstreflexion. Erkennt man daran, dass die sich gar nicht vorstellen können, dass „Flüchtlinge“ anders ticken als sie selbst ticken würden, wenn sie auf der Flucht wären. Und dieses Abfüllen fremder Hüllen mit sich selbst verteidigen sie mit Zähnen und Klauen und fallen jeden an wie eine Furie, der ihnen klarzumachen versucht, dass ihr Schmusepüppchen Chucky heißt.

Die ganze Asylpolitik ist eine riesige mafiöse Abzocke, die einzig und allein auf der gesamtgesellschaftlichen Therapie wohlstandsüberfressener gelangweilter Menschen ohne sinnerfüllender und lebenszweckvermittelnder Tätigkeit mit schwerem Helfersyndrom und Realitätsverweigerung fußt. Die größte Psychotherapie aller Zeiten. Und die verheerendste.

Grünes Strickmuster

Eine feministische Kampflesbe wird Spitzenkandidatin, eine alleinerziehende Mutter aus Tirol, wo sie bisher recht unauffällig Landeshauptmann-Stellvertreterin war, Parteichefin. Hauptsache: kein Mann. Daß die Spitzenkandidatin gleich klare Kante zeigte, wird den Wahlerfolg vermutlich nicht beflügeln:
Lunacek erklärte, sie freue sich auf einen spannenden Wahlkampf. Die Grünen seien die einzige Partei links der Mitte und "die einzigen, die garantieren, dass es mit uns keine FPÖ in der Regierung gibt".
(Hier weiterlesen)
Nun, dann eben Grüne "ohne uns", wird sich der Wähler denken. Frau Lunacek wird in ihrer bekannt ansprechenden Art daher in der Lage sein, die Partei auf ihre links-lebischwule Kernwählerschicht zu reduzieren. 

A propos Kern ...

Der muß ja jubilieren! Immerhin werden genug Linke, die trotzdem eine Lunacek nicht aushalten, dann wieder ihr Kreuzerl bei den Sozen machen, und so deren Wahlklatsche etwas weniger herb ausfallen lassen.

Nun, bis Oktober ist noch einige Zeit, und da kann sich noch genug ändern. Dennoch: daß die GrünInnen in der Disziplin "Self Destruction" so perfekt unterwegs sein werden, hätte ich nicht gedacht! Na, mir soll's recht sein ...


Muslimisches Mimimi

von Fragolin

Fürchterlich, was derfocusda vermelden muss. Erst wollen Muslime ihre religiöse Notdurft ganz unschuldig mitten in der muslimischen Metropole München verrichten, und dann tun sie es doch nicht.

Warum? Das klärt sich hier.

Freitag, 19. Mai 2017

Vor 55 Jahren

... hatten zwei Idole der damaligen Zeit ihren einzigen gemeinsamen, großen Auftritt vor ihrem (wenngleich dann keineswegs gemeinsamen) Abtritt:


As time goes by ...


Scheiß Algen, denkt sich der Tiger ...





Überraschung, Überraschung!

Für viele Amerikaner wird es wohl eine Überraschung sein, dass ihre Regierung al-Qaeda in Syrien nicht als terroristische Organisation einstuft. Der Grund dafür, dass sie sich weigert, diese Einstufung vorzunehmen, wird sie noch viel mehr schockieren.


Von Daniel McAdams  – Die syrische Filiale der Organisation, die in die Attacken am 9/11 auf New York und Washington verwickelt war, firmiert schon lange unter dem Namen Jabhat al-Nusra (Nusra Front) und wurde vom Chef der al-Qaeda im Irak Abu Bakr al-Baghdadi nach Syrien geschickt. Baghdadi fuhr damit fort, die rivalisierende Splittergruppe ISIS auf die Beine zu bringen, während Nusra weiterhin seine Funktion als al-Qaedas Bodentruppen im Krieg gegen die syrische Regierung aufrecht hielt.
Aber das sind alles nur Verschwörungstheorien. Denn die USA bemühen sich mit nie gesehenem Einsatz um die Verbreitung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Nahen Osten und überhaupt der ganzen Welt. Amen.