Donnerstag, 8. Juni 2017

Jetzt weiß man nicht: soll man sich freuen, oder fürchten ...


Jeder dritte Muslim „hochfundamentalistisch“

Rund 40 Prozent der nicht religiös organisierten Muslime zeigen sich laut dem Religionspädagogen Ednan Aslan allerdings säkular.

Geht es um österreichische Muslime, wird der Blick häufig auf aktive Mitglieder islamischer Organisationen oder Moscheevereine geworfen. Dabei, sagt Ednan Aslan, stellten gerade die nicht organisierten Muslime die numerische Mehrheit der Bevölkerung dar. Und so hat der Leiter des Instituts für Islamische Studien gemeinsam mit den Soziologen Jonas Kolb und Erol Yildiz untersucht, wie diese Gruppe denkt und ihren Alltag lebt. Zwei zentrale Erkenntnisse haben die Autoren dabei gewonnen – dass sich nämlich einerseits eine große Zahl der Muslime in einem Säkularisierungsprozess befindet. Dass es aber andererseits auch ein großes Potenzial für Ansichten gibt, die die Autoren als hochfundamentalistisch werten.
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Wie es sich für eine (selbsternannt) "seriöse Qualitätszeitung" geziemt, versucht DiePresse frei nach Geheimrat v. Goethes "Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen" für jeden ein Häppchen zur freien Wahl im Artikel unterzubringen. Der unbesorgte Leichtfuß darf sich an über 40 Prozent säkularen Muselmanen ergötzen, der besorgte Abendlandsuntergangsprophet sich über mehr als ein Drittel der Muselmanen mit Schariastaat-Tendenzen entsetzen. Für jeden was dabei.

Ist doch schön, so viel diversity, nicht wahr? Bei uns, wohlgemerkt. Bei denen freilich weniger. Zumindest aus der Sicht jenes Drittels, das von den zitierten  Autoren als "hochfundamentalistisch" bezeichnet wird:
Diese finden sich erwartungsgemäß besonders bei den bewahrenden Muslimen, aber auch bei den anderen Gruppen. Dazu gehört etwa die Einschätzung, dass die eigene Religion recht und andere Religionen unrecht hätten. Mehr als die Hälfte der bewahrenden Muslime stimmt dem voll und ganz zu, die ungebundenen nur zu 4,7 Prozent. In der Kategorie Fundamentalismus, die auf sieben Einzelfragen basiert, geht es vor allem um die Wertung der eigenen Religion – und die Abwertung anderer. Insgesamt stufen die Autoren anhand von sieben Fragen die „Bewahrenden“ zu 63,1 Prozent als „hoch fundamentalistisch“ ein. Allerdings haben die Autoren zwei wichtige Anmerkungen zu diesem Begriff. Zum einen, dass sich ein Hang zur Gewalt gegenüber Nichtmuslimen aus dieser Befragung nicht herauslesen lässt.
Na, isses nicht schön?! Sie sind doch gar nicht so! Finden die Andwersgläubigen für den Mistkübel, aber wollen sie nicht gleich abschlachten. Ist doch fast tolerant zu nennen. Einer der Studienautoren darf dazu sogar äußern:
Und zum anderen, wie Autor Yildiz meint, wäre es interessant, ob bei einer solchen Umfrage unter Christen nicht auch ähnliche Ergebnisse herauskommen würden.
Hat der einen an der Waffel? Na klar, bei ein paar Wahnsinnigen sicher, aber doch nicht bei einem Drittel der Christen, nicht mal im Bible Belt der USA! Außerdem sind die Auswirkungen auf das Zusammenleben doch eklatant unterschiedlich: auch Christen, die den Mohammedanismus für eher plem-plem, dafür ihre eigene Religion als das Beste seit der Erfindung von Kaugummi ansehen, erwarten nicht ernstlich, daß die Muselmanen sich christlichem Brauchtum unterordnen. Aber das läßt DiePresse lieber unhinterfragt. Warum wohl nur ...



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Und zum anderen, wie Autor Yildiz meint, wäre es interessant, ob bei einer solchen Umfrage unter Christen nicht auch ähnliche Ergebnisse herauskommen würden."

Nun, die Kompetenz als "Studienautor" in diesem Bereich (oder aber die Wahrheitsliebe) scheint sich bei Herrn Yildiz in sehr engen Grenzen zu bewegen. Sonst wüsste er, dass im Jahr 2013 eine Studie zum Fundamentalismus von muslimischen Zuwanderern in Europa publiziert wurde, inkl. Vergleichswerten mit Christen:

http://religion.orf.at/stories/2619481/

Ein Auszug aus dem Ergebnis:

>> In der Befragung lehnten fast 60 Prozent der Muslime Homosexuelle als Freunde ab. Jeweils 45 Prozent zeigten sich überzeugt, dass man Juden nicht trauen könne und dass der Westen den Islam zerstören wolle. Die entsprechenden Werte unter den christlichen Befragten lagen niedriger: Neun Prozent zeigten sich offen antisemitisch, 13 Prozent wollten keine homosexuellen Freunde, und 23 Prozent vertraten die Auffassung, dass die Muslime die westliche Kultur zerstören wollen. Gegen alle drei „Fremdgruppen“, wie die Studie sie bezeichnet, hegt etwas mehr als ein Viertel der Muslime Vorbehalte, bei den Christen sind es 1,6 Prozent. <<

Eine interessante Frage wäre noch, wieviel der offenbar äußerst kompetente "Studienautor" und seine beiden famosen Mitautoren für ihre sehr kompetente Arbeit kassiert haben. Durch wessen Geld es finanziert wurde, ist eh klar.

FritzLiberal


Anonym hat gesagt…

Bild dazu:
http://i.imgur.com/ttnAEEU.png

FritzLiberal