Mittwoch, 26. Juli 2017

Zugegeben: Dominika Cibulkova war mir bislang unbekannt

... (LePenseur ist bekanntermaßen nicht eben Sport-affin), aber die KRONE textet unter diesem Photo


eindeutig zweideutig: »Wow, was für eine tolle Aussicht, die die Slowakin Dominika Cibulkova hier genießt!«

Auch die Schlagzeile

Sportfotos: Tennis-Ass genießt Traumaussicht

 verleitete zum Schmunzeln.

Also kurz den Gockel angeworfen, und den — wie zu sehen — wohlansehlichen »Tennis-Ass« im Netz der Netze gesucht. Mit herzeigbarem Ergebnis, würde ich sagen ...





Daß ein Mädel, das nicht nur im Bikini gut aussieht, sondern auch noch weiß how to handle balls, für jeden Mann höchst interessant ist, versteht sich von selbst. Nur, hélàs ... ... die Hübsche ist bereits vergeben und seit einem Jahr verheiratet — und macht auch als Braut tolle Figur:




Das falsche Linz

von Fragolin

Linz ist eine bunte Stadt. Es liegt in vielen Ländern. Und es hat verhaltenskreative Einwohner. Deshalb beschäftigt sich auch die Polizei mit den unterschiedlichsten Linzern aus den unterschiedlichsten Linzen, die doch eine große Gemeinsamkeit haben.
Weiß die „Presse“.

Die Linzer Polizei ermittelt nach blutigen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Personen verschiedener Nationalitäten verletzt wurden, eine davon schwer.“

Vorneweg was für die Korinthenkacker: eine „verschiedene“ Nationalität kann es nicht geben, nur eine „verschiedene“ Nation, aber die kann auch keiner mehr verletzen, denn wenn sie „verschieden“ ist, ist sie ausgestorben.
Hochachtung verdient allerdings die Formulierungskunst des Autors, der es wirklich schafft, aus blutigen Auseinandersetzungen zwischen Ausländern eine blutige Auseinandersetzung zu machen, bei der Ausländer verletzt wurden. Na, wer merkt den kleinen Unterschied? Toll, oder?

Die Konflikte nahmen offenbar am Sonntagabend vor einem Club ihren Ausgang, wie es in einer Presseaussendung vom Dienstag hieß. Mittlerweile vermutet die Polizei einen Zusammenhang zwischen mehreren Gewalttaten in der Stadt.“

Man könnte es auch klarer formulieren: Man vermutet offensichtlich, dass es immer die gleichen Gestalten sind, die in Linz aneinandergeraten und die Stadt bunt machen. Oder zumindest blutrot.

Die Stadt hat neue Bürger geschenkt bekommen, wertvoller als Gold, hochgebildet und motiviert. Was hat Linz falsch gemacht, dass aus diesen Goldstückchen anscheinend faule Früchtchen geworden sind? Zu wenig Willkommen signalisiert, zu wenige Teddys geworfen? Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass auch andere Städte in Österreich und Deutschland den gleichen Fehler gemacht zu haben scheinen. Die Bahnhöfe von Graz und Salzburg sind bereits ebenso interessant geworden, und über den Wiener Praterstern schweigen wir mal lieber.

Aufmerksam wurden die Ermittler auf eine mögliche Verbindung nach einem Einsatz bei einem gewalttätigen Streit vor dem Linzer Hauptbahnhof am Montagabend: Sechs bis acht Tschetschenen gingen mit Schlagstöcken und einer Pistole bewaffnet auf einen 18-jährigen Syrer aus Linz los. Er wurde verletzt und in der Uniklinik behandelt.“

Also ich habe ja schon von Syrern aus Aleppo gehört, auch von solchen aus Damaskus. Aber dass es auch in Syrien ein Linz zu geben scheint, ist mir neu. Naja, man lernt nie aus.
Das Thema Tschetschenen kann man in Österreich eigentlich kaum noch mit normalem Blutdruck diskutieren. Jahrzehntelange humanitäre Hilfe gegen die von den bösen Russen brutal verfolgten armen muslimischen Freiheitskämpfer, die für die Freiheit kämpfen, einen friedensreligiösen Gottesstaat zu errichten wird gedankt mit Bandenterror und Drogenhandel. Wir machen uns keine Sorgen wegen der Türken mit Doppelstaatsbürgerschaft. Wir haben Tschetschenen.

Die Täter konnten vorerst entkommen. Später wurde aber ein 26-jähriger Russe aus Linz festgenommen, der einen Baseballschläger bei sich hatte.“

Aha, Linz liegt also doch in Russland.
Aber ich muss trotzdem mäkeln: „Die Täter“ konnten nicht vorerst entkommen, sondern sie konnten entkommen. Ohne vorerst. Nur entkommen. Die sind ja immer noch weg. Nur einer wurde einkassiert, und da weiß man nicht, ob der dazugehörte.
Eigentlich kann er nicht dazugehört haben, denn er wird ja jetzt hier als „Russe“ bezeichnet, laut dem vorigen Absatz waren es aber „Tschetschenen“. Tschetschenen sind keine Russen, sondern haben die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation. Trotzdem bleiben sie Tschetschenen. Ja, ich weiß, das sind Feinheiten, aber es sind entscheidende Feinheiten. Wir haben kein Problem damit, zwischen Türken und türkischen Kurden zu unterscheiden, aber zwischen Tschetschenen und Russen funktioniert das nicht?

Er gestand, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein. Als Grund gab er unter anderem eine Auseinandersetzung vor einem Club am Sonntag an, bei der zwei Russen von mehreren Angreifern verletzt worden sind.“

Ah, noch zwei Russen. Wo sind denn die Tschetschenen plötzlich hin? Die mit dem Syrer? Der jetzt plötzlich von Russen überfallen wurde?

Ebenfalls am Montagabend rückte die Polizei erneut aus, weil im nahe dem Bahnhof gelegenen Volksgarten ein 18-jähriger Iraker bei einem Streit von einem Unbekannten mit drei Messerstichen verletzt worden war. Das Opfer war anfangs ansprechbar, wurde dann aber bewusstlos und ebenfalls in die Uniklinik eingeliefert. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit den davorliegenden Vorfällen am Bahnhof und vor dem Club aus.“

Und dann noch ein Iraker. Ob aus dem irakischen Linz, wird leider nicht erwähnt.

Ich gehe jetzt einfach mal rechtspopulistisch verhetzend davon aus, dass, aus welchem Grund auch immer (Vorsatz? Doofheit?) als Russen bezeichnete Tschetschenen in bereichernder Folklore auf Syrer und Iraker losgehen. Und jetzt die alles entscheidende Preisfrage: Was haben die alle gemeinsam?
Und nein, ich meine weder die Tatsache, dass es sich ausnahmslos um Linzer handelt, noch die, dass sie sich ganz offensichtlich durch die Bank im falschen Linz befinden.

Dienstag, 25. Juli 2017

Der entscheidende Grund





Zwar ein paar Tage verspätet

... aber immer noch aktuell (leider!):
Steuergedenktag


19. Juli, In Commem. Omni. Collatorum
(
Steuergedenktag)
nicht gebotener (klandestiner) Gedenktag
1. bis 6. Klasse
 Farbe: schwarz
Stationskirche: S. Rochi in Bingio
(Hier weiterlesen)
Es gehört natürlich ein bisserl Bekanntschaft mit dem »Tradiland-Katholizismus« dazu, die Insider-Scherze zu verstehen — aber: es lohnt sich, sich diese Kenntnis (wenigstens oberflächlich) zu ergoogeln!

Köstlich, lieber Lauterntius Rhenanius! You made my day (wie das auf Neudeutsch so schön heißt) ...



Einmal noch Haller

von Fragolin

Ich habe mir, was irgendwie dem menschlichen Naturell entspricht und auch von den Medien (bei allem Druck der erste zu sein, der berichtet) häufiger gelebt werden sollte, im Laufe des Tages immer wieder Gedanken über die Haller-Studie gemacht, die ich hier noch anfügen möchte. Keine Sorge, dann ist es gut.

Wie Medienreaktionen auf die Studie aussehen und ob es noch Hoffnung gibt, hier.

Montag, 24. Juli 2017

Katzen (6)


So einen brauchen wir!



Der frißt Mutti & Co. zum Frühstück!

Nur bei diesem schmierigen Würseler besteht die Gefahr, daß sogar   e r   zu kotzen anfängt ...

Geniale Parlamentsrede



Zehn Minuten reiner Genuß: FP-Generalsekretär Kickl ist nicht gerade der große Sympathieträger, zugegeben, aber formulieren und die Sachen auf den Punkt bringen: das kann er wie kaum ein anderer!

Die Haller-Studie 2

von Fragolin

Wie gestern hier versprochen, geht es weiter bei der Betrachtung der Haller-Studie mit dem klingenden Namen:
Die „Flüchtlingskrise“ in den Medien – Tagesaktueller Journalismus zwischen Meinung und Information

Bisher blieb die Erkenntnis, dass die gesamte „Berichterstattung“ über das Migrantenthema einen selbstverliebten Reigen aus Politik und Medien darstellt, in dem sich jene, die gerne Mikrofone vor ausgewählte Nasen halten und jene Nasen, die sich besonders gerne vorgehaltenen Mikrofonen gegenübersehen, gegenseitig ihrer moralischen Überwertigkeit bestätigen und großteils dabei von jeglichen Einflüssen lästiger Realität fernhalten. Die Politiker reden für die Medien und die Medien schreiben für die Politiker, und keiner von beiden schert sich einen Dreck um die Leute, die es eigentlich betrifft. Zwei Eliten wanzen sich aneinander an. Der Pöbel interessiert die nicht. Filterblase in Reinkultur.
Das ist und bleibt eine wichtige Grunderkenntnis dieser Studie.

Sonntag, 23. Juli 2017

Kohn, also


… soll die Wahlen entscheiden. Denn »Kohn« darf man nicht sagen. Das ist ein »antisemitischer Code«. Hm. Was sagten eigentlich die Zeitungen und TV-Redaktionen welt- wie österreichweit, als anläßlich der Präsidentschaftskandidatur des damaligen Senators Kerry bekannt wurde, daß dessen Familie nicht irischer, sondern altösterreichischer Herkunft sei, und vor ihrer Auswanderung in die USA, Anfang des 20. Jahrhunderts, also nicht der Nazis halber — eben Kohn geheißen hatte?

Waren das damals auch »antisemitische Codes«, dies zu erwähnen? Nur so nebenfüglich gefragt …

Deshalb also, weil er einen der Väter der Ursprungsversion des BV-G von 1920 (an dessen großer Umgestaltung von 1929 hatte er keinen Anteil mehr) mit dem Familiennamen Kohn — ob dieser nun wirklich der seiner Vorfahren war, entzieht sich LePenseurs Kenntnis, ist aber durchaus plausibel, denn »Kelsen« ist nun wirklich kein typisch jüdischer Familienname! — bezeichnet hat, deshalb also soll ein Abgeordneter zurücktreten, und darf mit einer Partei, der dieser Abgeordnete angehört oder auch nur unausgeschlossen früher angehört hat, keine Koalition gemacht werden? Ei, wie putzig!

Darf man die p.t. Berufsempörten und Antifanten daran erinnern, daß in der SPÖ-Regierungsriege aktuell u.a. eine Staatssekretärin enthalten ist, die zwar nicht »Kohn« gesagt hat, aber dafür — als Muselmanin (oder heißt das »Muselfrau«?) mit Kreisen engstens zusammengearbeitet hat und zusammenarbeitet, die die Ausrottung der Juden auf dem Territorium von Palästina propagieren? Nun — was ist da im Vergleich wohl verwerflicher …?

Interessant ist, daß bezüglich besagter Staatssekretärin seitens der Israelitischen Kultusgemeinde Wien keine Rücktrittsaufforderungen bekannt sind. Daß die SPÖ, die derlei Personen offensichtlich für Regierungsämter tauglich befindet, deshalb bei Koalitionen nicht in Frage käme, wäre ja auch neu.

Aber unsere Systemmedien können’s noch besser! Da wird »herausgefunden«, daß die FPÖ Salzburg zu einem Verein »Kontakte habe«, dessen Vorgängerverein bis zum Jahr 1939 (also vor kaum mal achtzig Jahren) Mitglieder hatte, welche damals Nazis waren. Schröcklich! Darf man die p.t. redaktionellen Herrschaften und Dämlichkeiten darauf hinweisen, daß die SPÖ in den 90er-Jahren sogar den Namen einer früheren, dezidiert marxistischen Partei angenommen hat — denn vorher hieß sie (seit 1945) bekanntlich »Sozialistische Partei Österreichs« (ohne Bekenntnis zum Marxismus in ihren Statuten), nunmehr benennt sie sich wieder nach der Vorgänger-Organisation »Sozialdemokratische Partei Österreichs« (welche einst die Hochburg des sogenannten »Austro-Marxismus« war). Wenn die Tatsache, daß eine Partei Kontakt zu einem Nachfolgeverein unterhält, dessen Vorgängerverein vor knapp 80 Jahren Nazis als Mitglieder hat, diese Partei angeblich unwählbar und zu politischen Outcasts macht — was ist dann erst von einer Partei zu sagen, die sich nach einer marxistischen Kaderpartei, die ihre Vorgängerorganisation war, sogar umbenennt? Wobei die besagte Vorgängerorganisation in ihren Reihen u.a. einen Herrn Dr. Tandler zählte (nach dem sie auch einen prominenten Platz in Wien benannte), der noch vor den Nazis in lupenreiner Nazi-Diktion die »Vernichtung lebensunwerten Lebens« propagierte.

Und wie gehen die SPÖ und ihre linke Systempresse mit der Tatsache um, daß von Bruno Kreisky seinerzeit das Diktum »Wenn die Juden ein Volk sind, dann ein mieses!« verbürgt ist? Dagegen verblaßt der Antisemitismus-Gehalt einer Kohn-Nennung in homöopathische Dosierung! Und daß ebendieser Säulenheilige Kreisky in seiner Regierungszeit nicht weniger als sechs Minister (und zwar die sukzessiven Landwirtschaftsminister Öllinger, Weihs und Haiden, weiters Innenminister Rösch, Bautenminister Moser und Verkehrsminister Frühbauer) mit seinerzeitiger NS-Mitgliedschaft in seine SPÖ-Alleinregierung (!) berief, fand auch allerhöchstens mildes Befremden als Reaktion. Wenn es überhaupt thematisiert wurde. Und die Büberei der de facto Landesverweisung von Simon Wiesenthal, bei der ihm eine weitere, noch lebende Ikone der SPÖ, assistierte, sei ebenfalls nicht ganz vergessen ...

Und? Gibt’s Forderungen in Richtung einer Ausgrenzung der SPÖ aus möglichen Koalitionen? Na, aber sicher nicht! »Kein Feind auf der Linken«, lautet schließlich die Devise der (inbesondere französischen) Freimaurerei. Ach ja, und da hat sich dieser Abgeordnete auch noch erfrecht, die gute Vernetzung des Slim-fit-Kanzlers zur Großloge von Österreich zu erwähnen. Als ob nicht schon die Spatzen von den Dächern pfiffen, daß die SPÖ in — mal mehr, mal weniger — symbiotischer Zusammenarbeit mit der österreichischen Freimaurerei am Tempelbau ihrer Zukunft mauert! Wobei … zum »Tempel« pflegt’s in der Regel nicht zu reichen: aber »mauern« geht, und Mauern, hinter die Andersdenkende gesperrt werden, gehen sich da auch noch locker aus …

Offenbar sind die Systemparteien schon höchst nervös wegen des Wahlausganges, daß der von daran interessierten Kreisen finanzierte (denn zum Nulltarif gibt’s sowas ja nicht; unsere Presstituierten wollen ordentlich bestochen sein!) Mega-Medienhype um den Slimfit- & Pizza-Kanzler und den neuen Heiland der ÖVP (die nicht mehr so heißen darf und von »schwarz« auf »türkis« umlackiert wurde — das beliebte Soros-Orange ging ja wegen Haider hierzulande leider nicht mehr …) in die Hosen geht. Na, wär’s nicht schrecklich, wenn die Wähler sich »irren« würden, und eine Partei wählten, die die Interessen Österreichs in den Vordergrund stellt, statt jene der EUrokratie und der internationalen Hochfinanz & Konzerne! Das darf einfach nicht sein! Kein zweites Ungarn, bitte sehr! Jawoll, Herr Soros, wird geliefert: kein zweites Ungarn, bitteschön, wie bestellt …

Daß der Wunderbasti im ÖVP-Parlamentsclub das Porträt des früheren Bundeskanzlers Dollfuß abhängen ließ, gegen das die SPÖ seit Jahrzehnten Sturm lief, weil dieser vor 85 Jahren auf linke Bürgerkriegsverbände schießen ließ, die die damalige bürgerliche Regierung stürzen wollten, paßt da genau ins Bild jener feigen, geschichtsvergessenen Schäbigkeit dieser vorgeblich immer noch »bürgerlichen« Kurzpartei, die sich ihr Welt- und Geschichtsbild gerne von Links modellieren läßt. Is do eh wuascht! Daß der inkriminierte Herr Dollfuß 1934 zwar von Nazis erschossen worden ist, wogegen der von der SPÖ nach wie vor als Säulenheiliger verehrte Renner 1938 situationselastisch genug war, sich in der Zeitung für den Anschluß an Hitler-Deutschland auszusprechen, und daraufhin völlig unbehelligt bis 1945 seine ansehnliche Politikerrente genießen durfte, wogegen der durch die Nazis gestürzte Bundeskanzler Schuschnigg bis 1945 im KZ Dachau saß — ach, wen kümmert denn das noch in dieser Kurzpartei, die nur aus dem Hut gezaubert wurde, um einen möglichen Sieg der pöhsen »Rechtspopulisten« zu verhindern, der der Globalisierungsagenda ebenso lästig wäre, wie — Gott mög’ abhüten! — dem armen Herrn Soros wieder ein paar Milliarden Spekulationsverlust einbringen könnte, so wie seinerzeit der Sieg von Trump über die System- (& Soros-)Kandidatin Killary ...

Leider ist es unwahrscheinlich, daß die FPÖ im Herbst die absolute Mehrheit schafft. Obwohl die Österreicher längst die Schnauze voll haben von jenem verfilzten Parteienkartell, das sich seit 1945 wie die Maden im Speck ungeniert an Österreichs Ertrag und Substanz bedient. Obwohl die Österreicher längst mitbekommen haben, daß ihre angeblichen »Volksvertreter« aus diesen Parteien alles mögliche, aber sicher nicht die Interessen dieses Volkes vertreten.

Sie werden daher — ein »Hofer-Wunder«, das sich dann ja, sei’s durch Fälschung oder tatsachlich, letztlich doch knapp nicht ausgegangen ist, steht leider nicht zu erwarten — ihr Kreuzerl wieder bei den bisherigen Verwaltern des Untergangs dieser Republik machen. Weil der Slim-fit-Kanzler ihnen »verspricht«, daß die Pensionen sicher sind, und der Basti, daß die Mittelmeerroute geschlossen wird. Irgendwann. Kompromißlos (wenn’s die Italiener zulassen. Und die EU. Und die Caritas) ...

Und dieselben Wahltrottel werden sich danach trotzdem wundern, wenn der scheindemokratische Selbstbedienungsladen unserer Systempartei SPÖVP weitergeht wie zuvor, und unser Land von diesen Marionetten an den Fäden Brüssels und transatlantischer Interessenkreise weiter in den Abgrund gedrängt wird.Sie kapieren es einfach nicht.

LePenseur wird beim großen Krach, den’s irgendwann geben wird (weil geben muß — die Mühlen der Ökonomie mahlen langsam aber unerbittlich, und jede Konkursverschleppung hat irgendwann ein Ende …), die dann freilich nur sehr mäßige Befriedigung haben, sagen zu können: »Ich habe es euch gesagt!«

Keine Frage: Kassandra ist keine dankbare Rolle. Nicht einmal eine notwendige, wenn ihr eh keiner zuhört. Außer der Stimme des eigenen Gewissens. Nun, dann halt … »in verbo autem tuo«


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P.S.: Morgensterns »Galgenlieder« müssen ebenfalls aus den Bibliotheksbeständen ausgesondert werden. Nicht verbrannt (das machen doch nur Nazis!), sondern ausgesondert und eingestampft. Und aus Google entfernt. Denn darin steht u.a. ein Gedicht über das damalige Regietheater:
Auf einer Bühne steht ein Baum,
geholt vom nächsten Wäldchensaum.
Ihn überragt zur rechten Hand
ein Felsenstein aus Leinewand,
indes zur Linken wunderbar
ein Rasen grünt aus Ziegenhaar.
Im Stehparkett der kleine Cohn
zerbirst vor lauter Illusion.
Der kleine Cohn ward zum Gericht
für das, was Kunst ist und was nicht. 
Also, diese antisemitischen Codes von Herrn Morgenstern ...


Johann Sebastian Bach BWV 170 – Kantate für den 6. Sonntag nach Trinitatis





Die Haller-Studie 1

von Fragolin

Mit Spannung wurde sie erwartet, und kurz vor ihrem offiziellen Erscheinen im Internet freigeschaltet, wohl auch, um jedem die Möglichkeit zu geben, sich objektiv dem Inhalt zu widmen, bevor die üblichen Propagandamühlen zu mahlen beginnen: die „Haller-Studie“ über, um es vorsichtig und diplomatisch auszudrücken, das mediale Totalversagen ab 2015. Ich habe schon aus Zeitgründen (zumindest noch) nicht den kompletten Inhalt der wissenschaftlichen Datenauswertung und der detaillierten Beschreibung der Phänomene „Flüchtlinge“ und „Willkommenskultur“ durchgelesen, aber das Gute an solchen Studien ist ja, dass es immer ein „Fazit“ gibt, und allein schon das hat es in sich. Dem möchte ich mich widmen und ein paar Kernaussagen herauslösen, die meiner Meinung nach betrachtenswert sind.

Ich glaube, nicht zu übertreiben, wenn ich feststellen kann, dass diese Studie ein Paukenschlag ist. Ich rechne damit, dass sie zwar das Potenzial hat, wie ein Tornado durch die Medienlandschaft zu fegen und in den Redaktionsstuben zu Selbsteinsicht und Veränderungen zu führen, dem entgegen aber wahrscheinlich eher verrissen, der Autor mit Dreck beworfen und diskreditiert wird, irgendeiner Nähe zu irgendwelchen Rechten bezichtigt, beschimpft und mit Hass und Hetze überkübelt. Allein, dass er es wagt, Ulfkotte zu zitieren, wird zu einer Skarabäuskugel komprimiert und dem Autor über den Schädel gerollt werden. So erging es noch jedem, der es wagte, den Selbstgerechten in ihren Redaktionskammern den Spiegel vor das Gesicht zu halten. Und dieser Spiegel besitzt auch noch die Brutalität, absolut faktenbasiert und wertneutral, also unverzerrend klar und deutlich eine ziemlich unansehnliche Fratze zu zeigen.

Der ersten Teil meiner Ansichten zu den Ergebnissen dieser Studie gibt es hier.

Samstag, 22. Juli 2017

Offenbar schon fix: die SPÖVP-Regierung geht in die Verlängerung



Doskozil stellt FPÖ nach Hübner-Aussagen die Rute ins Fenster

Der Verteidigungsminister (SPÖ) stellt klar: "Wenn es der FPÖ nicht gelingt, sich von Ewiggestrigen zu trennen, dann können sie kein Partner sein." 

Nach den Berichten über angebliche antisemitische Codes und Anspielungen durch den FPÖ-Politiker Johannes Hübner bei einem rechtsextremen Treffen in Deutschland hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) von der Bundespartei Konsequenzen gefordert. Anderenfalls könnten die Freiheitlichen kein Partner sein, erklärte er in "Krone" und "Kurier" (Samstagsausgaben).
... schreibt DiePresse (wie üblich: von der APA ab).


Was mit anderen Worten bedeutet: Schwarz-Blau (oder Blau-Schwarz) wird's nicht geben, denn da wäre in den Systemmedien der Bär los und die EUrokraten würden ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich anstrengen. Das gibt es natürlich nicht, wenn die Italiens Mafia & Regierung (wo ist da eigentlich der Unterschied?) gegen alle Verträge den Massenimport von geistig und zivilisatorisch minderbemittelten Scheinasylanten fördert, und natürlich ebensowenig, wenn Frankreich und Belgien die Eurozonen-Defizitregeln ignoriert, oder uns die Griechen mit gefälschten Statistiken verarschen, aber sicher dann, wenn in Budapest ein Premierminister sich an Gesetze und Abkommen hält, in Polen eine Regierung die linken Seilschaften in der Justiz endlich zerschlagen will, oder eben in Wien ein Blauer als Bundes- (oder auch bloßVize-)kanzler »droht«. Denn dann sind nämlich die »europäischen Werte« in Gefahr, die da heißen: 
  1. Gendern, was das Zeug hält
  2. Schwuchteln im Standesamt »heiraten« lassen
  3. Museln importieren, bis das Abendland dem Bazar von Timbuktu gleicht
  4. Immer die Konzerne bevorzugen (da kann man so schön mitnaschen bei der Korruption!)
  5. Bevormunden und reglementieren, wo nur geht — von der Fritte über die Duschbrause bis zur Energiesparlampe
  6. »Haß« als Verbrechen definieren
  7. usw. usf.
Daß die »europäischen Werte« was mit Freiheit der Meinungsäußerung, mit Arbeitsamkeit und Fleiß, mit sparsamem Wirtschaften, mir Bildung und mit geordneten Familienverhältnissen etc. zu tun haben könnten, darauf ist natürlich noch keine dieser EUrokraten-Arschgeigen gekommen!

Rot-Blau wird es nach der aufschlußreichen Klarstellung Doskozils mithin wohl auch nicht geben — denn wenn wirklich einer der SPÖ-Oberfuzzis das versuchen wollte, dann zerreißt's die Partei, denn die definiert sich mangels jeglichen anderen Inhalts (außer dem der aufgehaltenen Hand), nur noch übers »Nie wieder!« ...

Da eine Mehrheit für Rot-Grün-Pink völlig, und für Schwarz-Grün-Pink eher unrealistisch ist, läuft also alles auf eine Verlängerung des SPÖVP-Elends hinaus. Es sei denn, die FPÖ bekäme im Herbst die absolute Mehrheit — was ich zwar recht amüsant fände, es aber leider nicht spielen wird, wenn ich mir die Feigheit und Korruptheit des durchschnittlichen (insbes. Ost-)Österreichers so vor Augen halte. Und Wahlen werden halt letztlich in Wien entschieden — und sehen dann auch danach aus.

Ein blick in die Kommentare zeigt, daß die Entrüstung (beim Almsascha ist's gar »Bestürzung«!) der System-Politruks und ihrer journaillistischen Entourage nur auf schaumgebremsten Beifall stößt. So meint Kommentarposter
Trinity40

Ich vergleiche nun derartige Aussagen der FPÖ, die vor der Wahl medial aufgebauscht werden mit dem was vor einigen Tagen in Hamburg stattgefunden hat. Diese Stadt wurde durch Linksextreme verwüstet, der Polizeieinsatz hat ein Vermögen gekostet. Der Vergleich? Das eine wird medial ausgeschlachtet um den Machterhalt diverser Parteien zu garantieren und über das andere wird nur berichtet. Das ist krank. Ich bitte diesen Kommentar diesmal zu posten, herzlichen Dank werte Redaktion. 
Tja, dem ist inhaltlich eigentlich nichts wirklich entgegenzusetzen ...




Die Belagerung von Belgrad

von San Casciano


Im Sommer des Jahres 1456 wogen Wellen durch das Ährenmeer der südungarischen Vojvodina. Kein Wind bewegt sie, sondern das Beben von dreißigtausend Stiefeln. Im Marschritt zermalmen ihre Sohlen Ackerhalme. Banner und Fahnen flattern bis zum Horizont: blutrote und schneeweiße Streifen glänzen in der Sonne, formen das alte Wappen der Árpáden, der ersten Könige Ungarns. Daneben das Doppelkreuz – Erbe aus byzantinischer Zeit, da sich die Söhne des Pannonischen Beckens mit den purpurgeborenen Kaiserkindern vom Bosporus vermählten.

Doch Byzanz ist gefallen. Die Theodosianischen Mauern, die über eintausend Jahre jedem Angriff, jeder Eroberung trotzten, stürzten unter Kanonendonner und „Allahu akbar!“-Rufen in sich zusammen. Die größte und schönste Kirche der Welt – zur Moschee umgewidmet. Der alte Kaiserpalast – Sitz des Sultans. Dem Glockengeläut ist der Ruf des Muezzins gewichen. Drei Jahre sind seitdem vergangen. Drei Jahre, in denen die Osmanen unter ihrem Sultan Mehmed II. den Balkan verwüsten. Nachdem Konstantinopel, der Goldene Apfel, in die Hand der Muslime gefallen ist, erscheint Belgrad als nächste lohnende Eroberung.

Tagelang folgt der Heerzug daher der Donau. Boote, Lastkähne und Galeeren begleiten das Aufgebot, das den Türken entgegenzieht. Sechzigtausend Männer soll der Sultan befehligen. Darunter die gefürchteten Janitscharen. Die Elitetruppe Mehmeds wird ihrer Grausamkeit wegen von den christlichen Soldaten gefürchtet. Deren ganze Hoffnung ruht auf ihrem eigenen Anführer, der an der Spitze seiner Truppen reitet: Johann Hunyadi.

Hunyadi ist eine Legende. Seit zwanzig Jahren ringt er im Namen des Kreuzes gegen den Sichelmond – mit wechselhaftem Erfolg. Unvergessen die Katastrophe von Varna 1444, bei der eine christliche Allianz den Türken unterliegt und der ungarische König den Tod findet. Ihm folgt der vierjährige Ladislaus auf den Thron. Hunyadi lenkt das Land seitdem als Regent.

Ladislaus ist mittlerweile sechzehn, aber Hunyadi bleibt die wichtigste und mächtigste Figur Südosteuropas. Ungarn hat Byzanz als Bollwerk beerbt. Das Königreich, das sich von den Gebirgszügen Dalmatiens bis zu den Karpaten erstreckt, wird zum Schild des Abendlandes, den Hunyadi führt. Die Katastrophe von Varna, die Niederlage auf dem Amselfeld, der Fall Konstantinopels – allesamt Notizen, sollte Belgrad fallen, und den Türken der Weg bis nach Mitteleuropa offenstehen.

Aber Hunyadis Männer stehen nicht allein auf dem Feld. Das ganze Abendland steht aufseiten des ungarischen Heeres. Hinter den Rücken der Soldaten schlagen Myriaden von Glocken. Papst Kalixt III. hat dazu aufgerufen, zur Mittagszeit in ganz Europa zu läuten, um Männer, Frauen und Kinder für die Verteidiger Belgrads und die Soldaten Hunyadis zum Gebet aufzurufen. Seit Ende Juni tönt der Hall täglich durch die Stadtgassen und über Felder, von den Stränden Portugals bis zu den Abteien Englands, in den Reichsstädten des Heiligen Römischen Reiches und den Kaufmannsrepubliken Italiens bis hin in zu einsamen Dorfkapellen an den norwegischen Fjorden.

Rom schickt Hunyadi außerdem eine Geheimwaffe, um das Schlachtenglück für das Christentum zu entscheiden: den Prediger Giovanni da Capistrano. Die Italiener halten ihn für einen Heiligen, seine Zunge ist im ganzen Abendland bekannt. Bei seinen Predigten erscheinen Menschen aus allen Teilen des Landes. In Brescia soll Capistrano bei einer öffentlichen Predigt 100.000 Zuhörer erreicht haben.
Der Heilige bewirkt ein Wunder. Auf dem Weg zu Hunyadi schließen sich ihm tausende Männer an, um in den Krieg zu ziehen und das Abendland zu verteidigen. Kreuzzugsstimmung liegt in der Luft.

Capistranos Leute sind schlecht ausgebildete, einfache Leute. Ihre stärkste Waffe: brennende Leidenschaft für den Glauben. Sie machen den Großteil der 30.000 Männer aus, mit denen Hunyadi seinem Erzrivalen Mehmed entgegenzieht. Tausende von unerfahrenen Bauern gegen die kampferprobten Janitscharen, die vor wenigen Monaten Serbien erobert haben. Mehmeds gesamtes Aufgebot ist doppelt so groß wie Hunyadis zusammengewürfelte Streitmacht.

Belgrads Belagerung geht in die zweite Woche, als Hunyadis Streitmacht und Flotte eintrifft. Die Osmanen haben Nándorfehérvár – so der ungarische Name der Stadt – völlig eingeschlossen. Nur 5.000 Verteidiger leisten den Invasoren an den Mauern Widerstand. Am Zusammenfluss von Donau und Save liegt Belgrad auf einer Halbinsel. Zwei Mauerringe umgeben die Stadt und den Burgberg, ein dritter schützt die Zitadelle. Sie war einstmals der Sitz der serbischen Könige, die Belgrad zum Neuen Konstantinopel der Orthodoxie und zur mächtigste Festung der gesamten Balkanhalbinsel ausbauten.

Mehmed hat die Stadt daher von der Außenwelt abgeschnitten: seine Infanterie belagert sie zu Lande, dahinter halten ihm die Sipahi, die rotbemantelten osmanischen Reiter, den Rücken frei. Galeeren mit Sichelmondwimpel ankern auf dem Wasser und blockieren den Hafen. Der Sultan will die Belagerten demoralisieren und aushungern, statt die Mauern im Sturm zu nehmen. Hunyadi weiß, dass die Zeit drängt – und bläst zum Angriff.

Der Rammsporn ungarischer Schiffe gräbt sich in türkisches Holz. Zweihundert Schiffe unter dem christlichen Kreuz liefern sich mit ihren osmanischen Rivalen eine Seeschlacht auf der Donau. An Bord tausende Soldaten, die sich Enterkämpfe liefern. In einem Überraschungsmoment gelingt es, vier große türkische Galeeren zu kapern, zwanzig kleinere Schiffe fallen an die Ungarn. Hunyadi durchbricht die hölzerne Blockade, zurück bleiben geborstene Masten und sinkende Rümpfe, die im Wasser der rotgefärbten Donau gen Schwarzmeer treiben. Die Christen reiben die muslimische Flotte auf, Hunyadi wird unter Jubelstürmen im Hafen begrüßt. Das Heer aus abendländischen Adligen, ungarischen Soldaten, Söldnern und Laienkämpfern setzt über den europäischen Strom und verstärkt die Mauern Belgrads. Der Nachschub aus dem Inneren des Königreichs ist gesichert.

Hunyadis Eröffnungszug schwächt Mehmeds Position, aber der Sultan ist nicht bereit, aufzugeben. Der Nimbus der osmanischen Unbesiegbarkeit ist mehr wert als tausende Menschenleben; und wo der Mann, der in der muslimischen Welt den Namen „Fatih“ – Eroberer – trägt, in Konstantinopel siegreich war, will er auch nicht in Belgrad scheitern.

Pausenlos donnern von da an die türkischen Kanonen, erschüttern bei Tag und Nacht die Grundfesten der Wälle und Häuser, bringen die Verteidiger um den Schlaf. Pulverrauch taucht Belgrad in Nebel. Geschosse brechen Löcher in die grauen Mauern, die gen Boden krachen. Eine Woche lärmt die Hölle über dem Schlachtfeld – bis der Außenring nachgibt, Stein bricht und die Kanonen mehrere Breschen in den Wall treiben.

Mehmed zögert nicht. Noch in der Dämmerung ruft er zum Sturm auf. Es ist ein totaler Angriff von allen Seiten. Mit einem Mal setzt sich die Lawine aus Belagerern in Bewegung und rollt Belgrad entgegen, strömt durch die gebrochene Verteidigung in die Stadt; zuvorderst die Janitscharen, dahinter die Soldaten vom Balkan und aus Anatolien. Die Nacht vom 21. auf den 22. Juli soll die Entscheidung bringen, um jeden Preis.

Als die feindlichen Truppen die Oberstadt Belgrads fluten, schlägt Hunyadi zurück. Stroh und teergetränktes Holz stürzen von den Steinwällen nieder. Die Bewohner schaffen alles heran, was brennbar erscheint, werfen es den Angreifern entgegen – und setzen es darauf mit Pfeilen und Fackeln in Brand. In Sekundenschnelle breitet sich ein Flammenmeer aus, das die Oberstadt in zwei Hälften teilt. Eine Wand aus Feuer trennt die Vorhut der Janitscharen von der restlichen Infanterie.

Kommandant Michael Szilágyi, der mit seinen Rittern seit drei Wochen in Belgrad ausgeharrt hat, wirft sich mit den Seinen gegen die eingeschlossenen Elitekämpfer des Sultans. Zwischen Feuer und Eisen fechten Christen und Muslime einen erbarmungslosen Kampf aus. Der Geruch von verbrannten Kadavern beißt in den Nasen, als Szilágyis Männer die Oberhand gewinnen, die Janitscharen ins Feuer drängen oder niedermetzeln. Davon motiviert treiben die Verteidiger den Feind zurück und fügen den einströmenden Männern des Sultans heftige Verluste zu.

Es ist eine Nacht, in der Legenden geboren werden. In Hunyadis Manöver und Szilágys Kampf mischt sich der Mythos eines serbischen Soldaten namens Titusz Dugovics, der auf den Mauern den Osmanen Widerstand leistet: als ein Anatolier den Türkenmond auf einem Turm hissen will, wirft sich Dugovics gegen den Angreifer, und stürzt mit diesem und dem Banner in den Tod.

Dass Chaos und Mythos in der Geschichte wahr werden können, dass Wunder geschehen und das Unerklärliche ein Teil der Welt bleibt, manifestiert sich im Morgengrauen. Ohne Absprache, ohne Erklärung und ohne erkennbare Motivation lösen sich Teile von Capistranos Kreuzfahrerheer. Nur mit Schleudern und Sensen bewaffnet stürmen die Bauern plötzlich aus den Breschen, dem osmanischen Heer entgegen. Für Hunyadi ein Alptraum: gegen die erfahrenen Kämpfer von beiden Seiten des Mittelmeers hat das Laienheer des Predigers keine Chance. Der Feldherr rechnet mit einer Katastrophe, beordert seine eigenen Männer zur Verstärkung.

Capistrano stellt sich darauf mit dem Kreuz seinen Leuten voran, und ruft den Gläubigen zu: „Der Herr, der bei euch das gute Werk begonnen hat, wird es auch vollenden!“

Danach hält das christliche Heer nichts mehr. Aus der Belagerung wird eine Schlacht. Die Osmanen überrascht der plötzliche Ansturm. Panik breitet sich im türkischen Heer aus, als die Ungarn und ihre Verbündeten den Ausfall wagen. Hunyadi galoppiert mit seinen Reitern den Kanonen entgegen, die restliche Streitmacht greift auf breiter Linie die osmanischen Stellungen an. Die Angreifer werden zu Verteidigern, dann zu Flüchtenden. Weder die verbliebenden Janitscharen, noch die Sipahi auf ihren Pferden können ihre eigenen Leute zurückhalten. Am Ende reitet Mehmed selbst ins Gefecht, um seine Männer zurückzurufen – und wird von einem Pfeil in der Hüfte getroffen.

Die Christen überrollen das Lager, der Sultan beordert sein Heer zurück. Endlich trifft Hunyadi ein, und ruft die übereifrigen Kämpfer herbei, um sich auf den nächsten Gegenangriff der Türken vorzubereiten. Der vorsichtige Schachzug bewahrt die Osmanen vor einer noch größeren Katastrophe. Am Abend des 22. Juli, im Schutz der Dunkelheit, ziehen die Muslime ihre Verwundeten auf über 100 Karren ab. Das Osmanische Reich hat 200 Boote und Galeeren, 300 Kanonen und über 10.000 Soldaten verloren. Der Sieg wahrte Ungarns Freiheit weitere 70 Jahre lang.
Doch die Größe des Sieges überschattet seine Tragik. Im Lager der Sieger bricht eine Seuche aus. An ihr gehen Hunyadi und Capistrano Wochen später zugrunde. Szilágy gerät bei der Schlacht von Baziaș vier Jahre später in osmanische Gefangenschaft. In Konstantinopel wird er gefoltert und in zwei Hälften gesägt.

Der Mythos von Belgrad lebt dagegen weiter: im Namen des legendären Titusz Dugovics, der für die Völker des Balkans im 19. Jahrhunderts zum Nationalhelden wurde; und im „Türkenläuten“, das Kalixt III. angeordnet hatte, und bis heute über die Dächer Europas erklingt. Nicht mehr zum Aufruf zum Gebet für die Verteidiger von Belgrad, sondern als Erinnerung an den Sieg des christlichen Abendlands über die muslimische Bedrohung.

Und das nunmehr seit über 560 Jahren.

Nachtrag zum 20. Juli

Zum 20. Juli 1944 veröffentlichte Prof. Meuthen auf »Freitum« einen sicher lesenswerten und in manchen Belangen auch durchaus richtigen Artikel:
Gedenken an die mutigen Hitler-Attentäter: Der 20. Juli ist ein heller Tag in der deutschen Geschichte

von Prof. Dr. Jörg Meuthen

Die Jahre von 1933 bis 1945 sind das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte; daran dürfte bei verständiger Betrachtung der Nazi-Barbarei kein ernsthafter Zweifel bestehen. Entrechtete Opfer quer durch Europa, unterjochte Völker, Millionen und Abermillionen von Toten auf allen Seiten bis hin zum Versuch, die Juden vollständig auszurotten.

Unermessliches Leid, das bis heute in vielen Familien noch in Erzählungen derjenigen zu spüren ist, die damals geliebte Menschen verloren. Für was nur geschah das alles, fragen sich heute viele.

Sie fragen sich dies aus sicherer Distanz, auf der Wohnzimmercouch sitzend, die x-te im TV laufende, hin und wieder mit Originaltönen des selbsternannten "Führers" gespickte Dokumentation der Gräueltaten konsumierend.

Eine solche sichere Distanz haben sich damals auch Millionen zutiefst angsterfüllter Menschen gewünscht. Allein: Es gab kein Entrinnen. Die wohlfeile Frage der 68er-Generation "Warum habt Ihr nichts getan?" geht an den Realitäten eines mörderischen Regimes vollkommen vorbei.
Dennoch: ich muß Professor Meuthens Einschätzung:
Denn hätte dieser Anschlag Erfolg gehabt, wäre das Regime zusammengebrochen - ein Hitler-Deutschland ohne Hitler, das erscheint undenkbar. Millionen von Toten wären dem Kontinent erspart geblieben ...
... so wohltuend seine ausdrückliche Erwähnung des alliierten Mega-Kriegsverbrechens »Dresden« ist, doch entgegenhalten: sogar die ersparten »Millionen von Toten« erscheinen fraglich — weil das Attentat eben nicht mit entsprechender Professionalität vorbereitet war! Das schreibt übrigens kein Geringerer als Generaloberst Guderian (der übrigens nach diesem Attentat die Leitung des Generalstabs übernahm, bis er einige Wochen vor Kriegsende vom »Führer« entlassen wurde, dem seine strategisch durchdachten Positionen, mit denen er Hitlers sinnlosem Herostratentum gegensteuerte, nicht paßten) in seinen »Erinnerungen eines Soldaten« (S 327f.):
Welche Wirkung übte das Attentat vom 20. Juli nun tatsächlich aus?

Der Mann, auf den es abgesehen war, wurde leicht verletzt. Seine körperliche Verfassung, die ohnehin nicht die beste war, wurde noch mehr geschwächt. Sein seelisches Gleichgewicht wurde für immer gestört. Alle bösen Geister, die in ihm geschlummert hatten, wurden auf den Plan gerufen. Er kannte nun keine Hemmungen mehr.

Sollte das Attentat ernste Auswirkungen auf den deutschen Regierungsapparat haben, so hätten die wichtigsten Träger des nationalsozialistischen Regimes gleichzeitig mit Hitler beseitigt werden müssen. Aber von diesen war niemand beim Attentat zugegen. Für die Beseitigung von Himmler, Göring, Goebbels, Bormann — um nur die Wichtigsten zu nennen — war nicht vorgesorgt. Die Verschworenen hatten sich nicht die geringste Gewähr zu verschaffen versucht, daß sie ihre politischen Pläne im Falle des Gelingens des Attentats auch wirklich durchführen konnten. Der Attentäter, Graf Stauffenberg, war sich dieser Schwäche seines Planes auch klar bewußt, denn er hatte seine Absicht bereits einmal aufgegeben, als er wenige Tage zuvor auf dem Obersalzberg bemerkte, daß Himmler und Göring, mit deren Anwesenheit er gerechnet hatte, nicht im Saale waren. Mir ist nicht bekannt, weshalb Graf Stauffenberg am 20. Juli zur Tat schritt, obwohl die Voraussetzungen für den vollen, politischen Erfolg seines Schrittes fehlten. Vielleicht hat ihn ein Haftbefehl gegen Dr. Gördeler zur Tat getrieben.

Sollte das Attentat ferner selbst im Falle der Tötung Hitlers zur Übernahme der Macht durch die Verschworenen führen, so mußten die hierzu nun einmal notwendigen Truppen sicher sein. Die Verschworenen verfügten aber über keine einzige Kompanie. Sie waren daher nicht einmal in der Lage, die Macht in Berlin an sich zu reißen, als Graf Stauffenberg mit der falschen Nachricht vom Eroflg seines Anschlages aus Ostpreußen in Berlin landete Die Offiziere und Männer der für „Walküre“ aufgebotenen Verbände hatten keine Ahnung, worum es ging. Daraus erklärt sich auch ihr „Versagen“ im Sinne der Verschwörer. Auch die von mir aus ganz anderen Gründen genehmigte Verzögerung des Abtransportes der Lehrtruppen der Panzerwaffe konnte nicht zum Erfolg beitragen, weil die Verschwörer gar nicht wagen konnten, die Truppe und ihre Führer in ihre Pläne einzuweihen.

Die außenpolitischen Voraussetzungen für einen Erfolg des Attentats waren nicht gegeben. Die Beziehungen der Verschworenen zu maßgebenden Politikern des feindlichen Auslands waren spärlich. Keiner der maßgebenden feindlichen Politiker hatte sich auch nur im mindesten zu Gunsten der Verschworenen festgelegt. Man geht wohl nicht zu weit, wenn man sagt, daß die Aussichten des Reichs bei Gelingen des Attentats um nichts besser gewesen wären, als sie es heute
[Anm. LP: 1950] leider sind. Es ging unseren Feinden eben nicht nur um die Beseitigung Hitlers und des Nazismus.  
Das sind natürlich Worte, die heute schwer »erträglich« sind (»nicht hilfreich«, um in der Diktion der nach Hitler schädlichsten Regierungschefin Deutschlands der letzten hundert Jahre zu bleiben), aber kaum zu widerlegen!

Auch bei Attentaten zählen nicht zuförderst die Begeisterung oder die moralische Position, sondern die Präzision und Professionalität, mit der sie verübt werden ...

Es war einmal

von Fragolin

Es war einmal in Neidistan, dem Land großer proletarischer Töchtersöhne und einer kleinen fiesen neoliberalen Ausbeuterkaste, da mogelten sich die gemeinen Wahlverlierer durch einfache gemeinsame Stimmenmehrheit an die Macht und schickten die eigentlichen Erben der Macht und fulminanten Wahlgewinner, die halt einfach zu wenige Stimmen bekommen hatten, was in einer Demokratie nach ihrem Verständnis aber kein Grund sein kann, um von den wohlerworbenen Futtertrögen verjagt zu werden, in die Wüste. Da half auch kein trotziges Verwüsten der zu räumenden Büros und sabotierendes Vernichten von Computerhardware – es zogen die Vertreter der bösen Neoliberalen und ihre randfaschistischen Steigbügelhalter machtergreifend in die Ministerialbüros und errichteten das eiskalte Kapitalistenkalifat. Die nach sozialer Wärme strebende Masse, der nun nur mehr brennende Mülltonnen zum Erwärmen ihrer frierenden Herzen blieb, schrie ihre Verzweiflung, angestachelt durch die gefühlt ungerechterweise von ihren Futtertrögen verstoßenen Rotjacken und unterstützt von den schon wieder nicht an die Futtertröge gekommenen Grünkleidchen, ihre Wut in die Welt und zwang die sich frecherweise gegen den Willen der Rotjacken konstituierende Regierung, unterirdisch zur eisigsten Vereidigung der Geschichte Neidistans zu schleichen.

Hier könnte man meinen, es wäre der Tiefpunkt allen Elends erreicht und eine dicke Schicht aus sozialem Schnee und Eis legte sich über die hungernden und frierenden proletarischen Massen, aber nein, es gab eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: beherzte Patrioten flüchteten in die arme befreundeter Nachbarn und erflehten von ihnen Acht und Bann gegen die widerrechtlich gewählte Regierung und das renitent falsch wählende Gevölke, was zwar absolut nichts brachte als einen Schub widerlichen nationalistischen Wir-Gefühls der Bio-Neidistaner und ein paar Familienfotos ohne die neidistanische Ministerin. Die Schlechte: Aus den Untiefen des Schwarzblauen Sumpfes kroch das Urböse, der Neoliberalensauron, der Inbegriff des Kapitalismus, der sich wild drehende Privatisierungsderwisch, der Vorzeige-Yuppie, das pawlowsche Neidreflexglöckchen mit der Föhnfrisur und wagte es, sozialistisches Familiensilber in Privatbesitz zu transferieren und das Tempo der Staatsverschuldung zu bremsen. Er setzte die Machete schächtend an den Hals Heiliger Kühe und belud sich mit dem ewigen und unauslöschbaren Fluch des Hasses derjenigen, die glauben, dass Gerechtigkeit bedeutet, einfach vom Geld anderer Leute zu leben. Und das sind besonders in Neidistan nicht wenige.

Es kam, wie es kommen musste, und Neidistan wurde befreit von Neoliberalen und Faschos und konnte sich endlich wieder entfalten: das Subventionswesen erblühte wieder, Privatisierungen wurden gestoppt, Gebühren abgeschafft und Halleluja! Hosianna! auch die Staatsschulden durften wieder fröhlich explodieren. Es gab ja sechs verlorene und finstere Jahre nachzuholen.
Man könnte glauben, Ende gut, alles gut. Aber da war ja noch der Sauron. Die Dartzielscheibe der Hassenden. Der Sandsack, an dem sich die Zukurzgekommenen, Zurückgebliebenen und Abgehängten, die zur Verarbeitung der Schuld am eigenen Versagen immer einen Popanz brauchen, an dem sie sich abarbeiten können. Und so wurde das Märchen geboren, dieser mit seinem Erfolg angebende (in Neidistan ein Schwerverbrechen) Fokus des Hasses der Erfolglosen wäre eine wandelnde kriminelle Organisation. Sofort wurde die einst von elfengleichen Rotjacken besetzte und endlich vom Weisungsjoch der schwarzblauen Orks befreite Neidistananwaltschaft aktiv und bedeckte auf parteifreundlichen Zuruf den Neoliberalen mit Klagen. Das Trommelfeuer medialen Rufmordes und hetzender Vorverurteilung der mit Steuergeldern gemästeten medialen Stalinorgeln begleitete den Rufmord am Verhassten mit knallendem Stakkato.

Und schlussendlich wurde der neoliberale Schuft seiner gerechten Strafe zugefüh…, äh, nach jahrelangen Ermittlungen vor den Kadi, äh…, nein, auch nicht. Eigentlich wurde nach und nach jede der gefaketen Anklagen fallengelassen, weil auch Jahre der juristischen Nachstellung keinerlei Hinweis auf Straftaten erbrachten. Egal, ein erfolgreiches Jahrzehnt für Vernaderer, Hetzer und Hasser wurde abgeschlossen. Man konnte dem Delinquenten zwar nichts nachweisen, aber man konnte ihn lange genug mit Scheiße bewerfen, dass man selbst durch aufgespachtelte Parfüme den Mief der Exkremente zu erspüren meint. Man muss nur genug Dreck werfen, dann bleibt auch was hängen, egal, wie erstunken und erlogen die Anwürfe sind.

Karl-Heinz Grasser war das erste und prominenteste Opfer des postfaktischen Medienstalkings. Eine monate- und jahrelange Hetzkampagne nähert sich ihrem kleinlauten Ende.
So gehen Linke mit denen um, die sie zu ihren Feinden erklären. Man muss Grasser nicht mögen, um den Umgang mit seiner Person für einen handfesten Politskandal zu halten.
Aber warum nur habe ich mir von den Rotjacken nichts Besseres erwartet…

Freitag, 21. Juli 2017

Der Wunderwuzzi

... und Messias unseres Alpenlades — wer ist? sag' an! Der Basti natürlich, wer sonst ... — geht also schon vor einem Caritas-Rüffel in die Knie:

Aufregung um Facebook- Seite "Wir für Kurz"

20.07.2017, 12:56
Die Facebook- Seite "Wir für Sebastian Kurz" sorgt mit einer "Umfrage" zum Brenner für Aufregung im Internet. Die ÖVP wurde für die Seite kritisiert, Sprecher Peter L. Eppinger distanzierte sich daraufhin von der Seite und gab bekannt, dass ihre Löschung bereits bei Facebook beantragt wurde.

Nach zahlreichen kritischen Beiträgen, unter anderem von Klaus Schwertner von der Caritas, sah sich Kurz- Sprecher Peter L. Eppinger gezwungen, Stellung zu beziehen. In einem Kommentar auf Facebook erklärte er, dass man die Seite schon länger beobachte und auch schon Kontakt mit den Administratoren aufgenommen habe. Da dies nichts gebracht habe, sei bei Facebook die Löschung der Seite beantragt worden.
»Der Wahn ist Kurz, die Reu' ist lang«, dichtete schon Friedrich von Schiller. Ob Österreichs Wähler belesen genug sind, sich dieser alten Weisheit bei ihrer Stimmabgabe zu entsinnen ...?






Loch im Spiegel



Dank ergeht an M. Klonovsky für den Hinweis!

Donnerstag, 20. Juli 2017

Auf diesem Blog

... wurde er schon häufig zitiert (mit einem geradezu sprichwörtlich gewordenen Ausspruch aus der Zeit der Machtergreifung durch die Nazis) aber nicht in seiner Eigenschaft als einer der ganz großen Maler der Jahrhundertwende — und überhaupt — gewürdigt:

MAX LIEBERMANN

der am 20. Juli 1847, also heute vor 170 Jahren, geboren wurde.






Berühmt ist neben dem bereits zitierten Ausspruch noch ein anderer, der freilich in »Kunstkreisen« weitaus weniger gern zitiert wird. Als der große alte Mann und Akademiepräsident in den 1920er-Jahren zur Eröffnung einer Ausstellung avantgardistischer Kunst eingeladen wurde, und ebenso still wie kopfschüttelnd die »modernen« Kreationen von Kubisten, Abstrakten & Co. Revue passieren ließ, wurde er von einem naseweisen Journalisten  zum Ende seiner Besichtigungstour gefragt, was er zur Ausstellung denn so sage. Liebermann blickte kurz zurück und knurrte: »So wat piss ick in'n Schnee!«

Wer Liebermanns Werke mit den Machwerken der nachfolgenden »Künstler«-Generationen vergleicht, wird die Berechtigung des Verdikts schwerlich bestreiten können ...



Hundert notwendige Gedichte XL: Friedrich Georg Jünger





Ultima rerum linea 
(1940)

Wie Vögel sehe ich Grazien ziehen.
Die Musen weichen ängstlich, sie verschwenden
Nichts mehr vom Überflusse ihrer Spenden
Und machen uns zu Bettlern, da sie fliehen.

Sie lassen nur die Notdurft, das Gemeine
Bei uns zurück. Das Niedere wird munter
Und drängt sich vor. Es geht die Sonne unter
Und hellt und wärmt nicht mehr mit ihrem Scheine.

Die Arbeit macht die Dürftigkeit der Tage
Nur immer größer, denn hier kann nichts blühen.
Das Dunkel wächst, das leere, finstre Mühen
Bleibt ohne Frucht für uns. Was hilft die Klage?

Das Feuer wird es enden. Und ich frage:
Wer wird den Brand des Hauses überstehen?
Wer wird in diesen Flammen untergehen?
Und wer ist wert, daß man ihn nicht zerschlage?



Friedrich Georg Jünger — der heute vor 40 Jahren verstarb — war Ernst Jüngers »kleiner Bruder«. Doch wie das vorstehende Gedicht (wie viele andere) beweist: er war bloß jünger, nicht kleiner ...








Sprachlos


 Im Gegensatz zum Tragen und Schwenken der türkischen Fahne ist in Dresden offensichtlich bereits das Tragen einer deutschen Fahne durch deutsche Bürger in einer deutschen Stadt polizeilich verboten.



Ich gestehe, dass mir das selten passiert, aber das macht selbst mich sprachlos.

Parallelen

von Fragolin

Wann beginnt der Irrsinn? Bei einer Geldstrafe? Bei Bastonade, bei Kerker oder bei Strick?
In Pakistan kann man sich gerade live anschauen, wie das aussieht, wenn man das, was es auch bei uns gibt, ins Maßlose übertreibt. Während man bei uns „nur“ für ein halbes Jahr in den Knast kommen kann, nebst finanziellem Ausbluten und Vernichtung der persönlichen Karriere, wenn man „Blasphemie“ betreibt (das hatte ich ja gerade hier), bekommt man in Pakistan schon mal die Todesstrafe dafür.

Die Regierung zielt offenbar darauf ab, die Redefreiheit im Internet massiv einzuschränken.“

Ach nee, kommt uns das bekannt vor? Zumindest kann da jeder in der angeblich „freien“ westlichen Welt einmal sehen, im Kreise welcher Ideologien wir uns inzwischen bewegen. Ob man jemanden jetzt „nur“ in den Kerker steckt und ruiniert oder doch gleich zu Tode peitscht sind im Prinzip nur noch die verschiedenen Nuancen der gleichen Schweinerei: Menschen erdreisten sich, im Namen eines Gottes Menschen zu verurteilen. Wenn dieser Gott etwas dagegen hat, geschmäht zu werden, soll er gefälligst selbst als Kläger vor Gericht erscheinen, aber solange es ihm offensichtlich scheißegal ist, ist es einer Zivilisation und vor Allem eines angeblich säkularen demokratischen Rechtsstaates unwürdig, sein beklopptes Bodenpersonal gegen andere Menschen wüten zu lassen oder denen in die Hände zu spielen.

Wenn es meine Überzeugung ist (Man erinnere sich, die freie Überzeugung eines Menschen gehört laut Artikel 18 der Menschenrechtsdeklaration zu den unveräußerlichen Grundrechten jedes Menschen.), dass es keinen Gott gibt oder der Gott einer beliebigen Religion ein Götze ist, dann ist das so und hat gefälligst von allen, auch den Anbetern dieses Götzen, akzeptiert zu werden. Jeder Staat, der wie Österreich die Menschenrechtsdeklaration zu Verfassungsrecht erklärt hat, der es wagt, trotzdem ein Blasphemiegesetz zu beschließen und zu exekutieren, egal in welchem Umfang und egal mit welchen Folgen für den Einzelnen, handelt damit verfassungswidrig!

Jedem muss klar sein, welche geistige Verwandtschaft hier besteht. Wer ein Blasphemieurteil in Österreich hinnimmt, der hat den Spruch „Wehret den Anfängen!“ nicht verstanden. Denn heute ist es ein halbes Jahr Knast oder eine jeden finanziell ruinierende Geldstrafe von einem kompletten Jahressatz, und morgen? Zwei Jahre? Bastonade? Auspeitschen? Steinigung? Das geltende und gelebte Recht ist schon da, man muss nur noch kleine Anpassungen im Strafmaß vornehmen, und schon haben wir Pakistan. Oder Iran. Oder Saudi-Arabien. Und bald auch wieder Osmanien.
Wollen wir das? Wenn nein, wieso akzeptieren wir dann den §188 StGB?

"Niemand sollte verurteilt werden, wenn er im Internet friedlich seinem Recht der freien Meinungsäußerung, der Gedanken- , Religions- und Glaubensfreiheit nachgeht."

Ach. Wirklich? Müssen die Pakistaner erst einen hinrichten, dass das jemandem auffällt? So nach dem Motto: Solange die Unterdrückung der Meinungsfreiheit „nur“ durch virtuelle Bücherverbrennung, soziale Ächtung, polizeiliche oder auch antifantische Hausbesuche und gelegentliche Haftstrafen durchgesetzt wird, ist eh alles OK?
Nein, es ist die Meinungsfreiheit, die unterdrückt wird, und es ist vollkommen egal wo (ob im Internet oder in Büchern oder Zeitungen), wie (ob mit „kleinen“ oder „großen“ Strafen), durch wen und mit welcher Ausrede – der Ungeist ist immer der gleiche.
Es gibt mehr Parallelen zwischen Paktistan und Europa, als das Strafmaß allein an Unterschied schaffen kann.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Unaussprechbares

"Sag nicht, du seist nicht gewarnt worden!"

Als Nacktfotos einer Berliner Tschetschenin ins Netz gelangen, will ihre Familie sie töten. Die 19-Jährige entkommt. Doch ihre Flucht beginnt erst.
Dimitri Vachedin

Es ist ein später Novemberabend im vergangenen Jahr, als der wütende Onkel anruft, seine 19 Jahre alte Nichte „eine Hure“ nennt, die Eltern zu sprechen verlangt und ihnen Vorschläge unterbreitet, wie nun, nachdem diese Fotos von ihr im Umlauf sind, zu verfahren sei. Es sind Vorschläge der Art, dass sie am folgenden Tag Eingang in die Formularbögen eines Berliner Polizeireviers finden. An der Stelle, wo von den Beamten das „Delikt“ einzutragen ist, steht handschriftlich: „Bedrohung im Namen der Ehre“.
Eine beklemmende Lektüre, dieser Artikel. Und mittlerweile bei uns fast alltäglich. Und statt daß die Medien und die Politik aufstehen und sagen: »Es reicht!«, wehrt sich die oberste Schießbudenfigur des deutschen Politverbrechervereins »gegen Obergrenzen«. Ihrer Meinung nach brauchen wir also noch mehr davon.

Statt das bei uns unter dem Vorwand des Asyls eingesickerte Gesocks schnellstens rauszuschmeißen und die Grenzen dafür so dicht wie nur möglich zu machen, geht der Import munter weiter.

Weil diese Politverbrecherin es so will. Weil die Systemmedien es so wollen. Weil die vertrottelten Wähler offenbar noch immer jederzeit mit Nazikeule und Gehirnwäsche gehindert werden können, einem natürlichen Selbsterhaltungstrieb zu folgen, und sich gegen Bedrohungen zu wehren.

Es wird leider nicht der Fall sein, aber es wäre unseren Politgangstern und Journaillisten von Herzen zu gönnen, einmal auch nur ein wenig von dem selbst zu erleben, was die 19-jährige mitgemacht hat.

Angebot und Nachfrage

von Fragolin

Italien zieht die Daumenschrauben enger. Erst droht es damit, die Viertelmillion angelandeten Nomaden mit einem Freifahrticket auszurüsten und weiter nordwärts ziehen zu lassen, wenn nicht mal ein kleiner Solidaritätshilfsmilliardenregen aus der EU über Rom niedergeht, und jetzt drohen sie den Brüsseler Umvolkungsstrategen mit dem Abdrehen ihres Neubürgernachschubs.

In der „FAZ“ liest sich das dann so:

Die EU-Außenminister wollten die gemeinsame Mission gegen Schleuser im Mittelmeer verlängern. Doch Rom meldete zu „Sophia“ weiteren Prüfbedarf an. Denn der Einsatz ist für Italien eher Problem als Hilfe.“

Bei den Ausflüssen unserer Politstrategen wird man zum Euphemismengourmet. Was man sich da auf der Zunge zergehen lassen kann ist Wortverdrehung mit bewusster Sinnumkehr. Denn was verstehen die Großen Meister denn unter „gemeinsamer Mission gegen Schleuser im Mittelmeer“?
Ein paar Gedanken dazu hier.

Dienstag, 18. Juli 2017

Jetzt sind wir baff!

Der Kurier titelt:

Deutscher Verfassungsschutz warnt vor linksextremer Szene

Na geh! Dachte immer, die linksextreme Szene ist doch harmlos ...? Aber der Kurier schreibt ja weiter ...
Eine zunehmende Gewaltbereitschaft zeige sich im Übrigen bei Extremisten aller Lager. 
Also alles in Ordnung. Auch die pöhsen Rechten fackeln ja bekanntlich halbe Stadtviertel ab, oder? Liebe Verfassungsschützer & Mainstream-Redakteure: Ihr seid einfach charakterlose Polit-Huren der übelsten Sorte! Man sollte euch ins Eck stellen und zuscheißen. Nichts anderes verdient ihr ...

Der Kreuzknappe ist »schockiert«

Ei, warum? Ei, darum:

Schockierend: Im Internet werden Waffen gegen "Asylforderer" einfach so angeboten!

Gestern berichtete ich über die Aussage des Verfassungsschutzpräsidenten, dass wir geschätzt ca. 110.000 Extremisten in Deutschland haben - eine tickende Zeitbombe, wie ich meine.

Das manche von denen  - und auch (angeblich) "besorgte Bürger" - sich mit allem denkbaren Zubehör für diverse Szenarien eindecken, ist im Grunde bekannt. 

Das reicht von speziellen Internetshops, die fast ewig haltbare Essensvorräte verkaufen über den Verkauf von Abzeichen, Plakaten und Aufklebern bis hin zum Verkauf von Waffen. Das Angebot geht vom Schlagstock über Elektroschocker und Profi-Pfefferspray bis hin zu echten, gefährlichen Schusswaffen.
Also ich finde das keineswegs schockierend, sondern im Gegenteil recht beruhigend. ein Zeichen, daß der Deutsche Michel offenbar noch nicht gänzlich verblödet, rückgratgebrochen und enteiert ist, und daher, wenn ihm derzeit bereits die Invasorenhorden aus Timbuktu & vom Hindukusch behördlich konzessioniert auf den Schädel scheißen dürfen, es wenigstens ablehnt, sich diese auch noch dortselbst verreiben zu lassen.

Cher »Kreuzknappe«:

1. in Internet wird alles mögliche »einfach so« angeboten — z.B. zweckdienliche Hinweise, daß man als rechtgeleiteter Muselmane die Christenschlampen ruhig vergewaltigen kann, weil sie, da unzüchtig ohne Schleier unterwegs, ohnehin danach verlangen. Oder wie man einen Ungläubigen rituell richtig schächtet, wenn er eine »Blasphemie« begeht. Da sind Waffen zum Schutz gegen kriminelle Übergriffe zweifellos recht un-schockierend.

2. besagte Waffen werden nicht »gegen "Asylforderer" einfach so angeboten«, sondern gegen etwaige Bedrohungen durch kriminelle Asylforderer (ohne Anführungszeichen — denn, das ist unbestreitbar, nur minimale Prozentsätze dieser fallen tatsächlich in die Kategorien der Flüchtlinge oder sonstig Asylberechtigten!). Die uns bekanntlich scharenweise überschwemmenden syrischen Kardiologen, nigerianischen Betriebswirte und afghanischen Computertechniker sind davon sicher nicht betroffen.

3. Darf ich aus Ihrem Schockzustand, geschätzter Kreuzknappe, über folgenden Satz:
Wenn Sie sich nicht gefallen lassen wollen, dass Ihre Stadt zum gesetzlosen Tummelplatz von Asylforderern wird, wenn Sie Ihre Frauen schützen und ihre Fußgängerzonen zugänglich halten wollen - dann handeln sie jetzt! 
... schließen, daß Sie Ihre Stadt lieber zum gesetzlosen Tummelplatz von Asylforderern werden lassen, oder Ihre Frau nicht schützen wollen?